Rudi Scheuermann

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Komposition mit stereogeometrischen Elementen (1971) – Straße der Skulpturen (St. Wendel)
Steinfigur des Kurfürsten Balduin von Luxemburg auf der Balduinbrücke in Koblenz

Rudi Scheuermann (* 25. September 1929 in Neustadt an der Haardt; † 10. März 2016 in Koblenz) war ein deutscher Bildhauer.

Leben und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer Steinmetzlehre in Frankenthal und Ludwigshafen besuchte er von 1949 bis 1954 die Landeskunstschule in Mainz. Dort legte er sein Staatsexamen ab und war Meisterschüler. Im Jahr 1955 besuchte er die Hochschule für bildende Künste in München. Freie Studien in der Schweiz und in Frankreich folgten. Von 1956 bis 1958 belegte er ein Atelier-Stipendium des Mainzer Kultusministeriums in Koblenz, wo er seither (im Stadtteil Rübenach) als freiberuflicher Künstler lebte und arbeitete. 1960 nahm er an der Internationalen Sommerakademie in Salzburg und 1972 an einem Internationalen Bildhauer-Symposium in Rom teil. Rudi Scheuermann starb am 10. März 2016 in Koblenz.[1]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Ausstellungsbeteiligungen gab es in den späten 1950er Jahren in Kaiserslautern (Pfalzgalerie), Mannheim (Kunsthalle), Koblenz (AKM) und Gorizia, Italien (Biennale der Jugend). Sein erster staatlicher Auftrag war 1957 die Gestaltung des Brunnens im Justizgebäude Koblenz. Seither schuf er zahlreiche Kunstwerke im öffentlichen Raum u. a. in Neuwied, Oberwesel (Skulpturenpark), Koblenz (1967: Rekonstruktion der Figuren über dem Portal des ehemaligen Dominikanerklosters, 1975: Balduin-Denkmal auf der Balduinbrücke, 1978: Rittersturz-Denkmal, und einige Brunnen). 1967 stellte er zum ersten Mal seine Werke in einer Einzelausstellung in der Galerie Teufel in Koblenz vor. In den Jahren 1970 bis 1972 nahm er an drei „Internationalen Bildhauer-Symposien“ in Kaiserslautern, im Saarland (Straße der Skulpturen (St. Wendel)) und in Rom/Tivoli teil.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1964: Förderpreis der Landesregierung von Rheinland-Pfalz
  • 1973: Kaiser-Lothar-Preis der Europäischen Vereinigung Bildender Künstler aus Eifel und Ardennen (EVBK)
  • 1982: Kunstpreises der Stadt Ludwigshafen für Bildhauerei
  • 1984: Staatspreis Rheinland-Pfalz (Kunst und Architektur)
  • 1993: Hanns-Sprung-Preis der AKM

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang Schütz: Koblenzer Köpfe. Personen der Stadtgeschichte – Namensgeber für Straßen und Plätze. 2. überarb. u. erw. Auflage. Verlag für Anzeigenblätter, Mülheim-Kärlich 2005, S. 466f.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rudi Scheuermann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Traueranzeige in der Rhein-Zeitung