Rudolf II. (Habsburg)

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Rudolf II., Graf von Habsburg, genannt der Gütige oder der Alte († vor 10. April 1232) war Landgraf im Elsass, Graf im Aargau, Frickgau, in Teilen des Zürichgaus und Herr zu Laufenburg.

Eltern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf war der einzige Sohn von Albrecht III. und Ita von Pfullendorf-Bregenz, der Tochter von Rudolf von Pfullendorf. Nach dem Tod seines Vaters 1199 wurde er Graf von Habsburg. Er war der Großvater Rudolfs I., des ersten habsburgischen Königs des Heiligen Römischen Reiches.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf war um 1200 zunächst an der Seite von Otto IV. am Deutschen Thronstreit beteiligt, lief aber später ins staufische Lager über und hatte ein persönliches Verhältnis zu Kaiser Friedrich II. Dieser überließ 1218 Rudolf dafür das Pfandrecht für die Reichsvogtei Uri.[1]

Das besondere Verhältnis zu Kaiser Friedrich II.[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im September 1212 schließt er sich dem jungen Friedrich an. 1213 findet man ihn am Hof in Hagenau. Er bürgt mit der beachtlichen Summe von 1000 Mark für ihn beim Herzog von Lothringen. 1214 begleitet er den Zug Friedrichs nach Brabant und Jülich und kehrt mit ihm nach Basel zurück. Am Hof Kaiser Friedrichs in Konstanz und Überlingen 1216 ist er ebenso anzutreffen wie im Februar 1218 wieder in Hagenau, kurz vor der Geburt seines Enkels Rudolf, am 1. Mai 1218.

Dreimal fand er sich zu Besuchen beim Kaiser in Italien ein, so 1222 in Capua und in Veroli bei der Zusammenkunft mit Pabst Honorius III., dann 1226 mit seinem Sohn Albrecht wo ein lombardischer Aufstand drohte und 1230 in Anagni als sich Friedrich und Gregor IX. versöhnten. Ebenfalls fand er sich ein am Hof des Sohnes Friedrichs, König Heinrich VII. , 1224 in Basel und in Bern mit seinem Sohn Albrecht IV. und am 23. Oktober 1229 in Überlingen.

Rudolf wurde am 10. April 1232 im Kloster Muri bestattet.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolfs Gattin war Agnes von Staufen (* um etwa 1165/1170, † vor 1232), wohl nicht aus dem Geschlecht der Hohenstaufer, auch nicht derer von Stoufen[2] (das Allianzwappen von Hans Ulrich Fisch ist wohl unzutreffend) Tochter des Gottfried von Staufen nach den Acta Murensia ist das Geschlecht aus der Burg Stauf gemeint: gelegen zwischen Worms und Speyer.

  • Werner (IV., kinderlos verstorben)
  • Albrecht IV. der Weise, Graf von Habsburg
  • Rudolf III., Graf von Laufenburg, Stammvater der Laufenburger Linie
  • Gertrude (auch Gertrudis, erw. 1223–1241) ∞ Graf Ludwig III. (erw. 1196; † 1256/1259, beigesetzt in Zofingen) von Frohburg
  • Heilwig (auch Helwiga), († 30. April 1260) ∞ Graf Hermann III. von Frohburg († 1236/1237); ihre Tochter war Sophie von Frohburg († nach 1263), Gattin von Walther von Klingen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Rudolf II. – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brigitte Hamann, Georg Hamann: Die Habsburger. Ein biographisches Lexikon. Amalthea, Wien 2016, Vorschau auf Google Books.
  2. Wappenbuch des Hans Ulrich Fisch. Aarau 1622, Růdolph der ander dis namens, S. 31 (Staatsarchiv Aargau, V/4-1985/0001:31r).
VorgängerAmtNachfolger
Albrecht III.Graf von Habsburg
1199–1232
Albrecht IV.