Rudolf III. (Habsburg)

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Rudolf III., der Schweigsame († 6. Juli 1249) war der zweite Sohn Rudolfs II. von Habsburg und als Rudolf I. Stammvater der Laufenburger Linie der Habsburger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sarkophag im Kloster Wettingen[1]

Rudolf III. folgte gemeinsam mit seinem Bruder Albrecht IV. seinem Vater als Graf von Habsburg nach und wurde nach der Teilung Graf zu Laufenburg, Landgraf im südlichen Zürichgau und in der Grafschaft Zug (Zug), Graf in Schwyz, Unterwalden und Sempach, Landgraf im Elsass, zu Ottmarsheim und Willisau und Vogt von Muri und Murbach. Nach dem Regierungssitz hieß diese Linie die Laufenburgische.

Er folgte im Heerbann Friedrich II. in Italien zwischen 1237 und 1245, wandte sich aber nach dem Konzil von Lyon von diesem ab. Er stritt bis zuletzt erbittert mit seinem Neffen, Rudolf I., der staufer-treu blieb, während er päpstlich gesinnt war. Er förderte die Johanniter durch Zollbefreiungen und Schenkungen, förderte Laufenburg, das durch den Vater als Konkurrenz zu Schaffhausen und Nellenburg zur Stadt erhoben worden war, und führte viele Fehden mit den Eidgenossen.

Nachkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf III. von Habsburg war verheiratet mit Gertrud (* vor 1227, belegt 1243–1253), einer Tochter des Freiherren Lütold VI. von Regensberg. Sie hatten die Kinder:

Unehelich, Zuordnung unsicher (? Elisabeth von Strättligen):

  • Rudolf von Dietikon, Chorherr zu Zürich

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Möglicherweise wurde in diesem Sarkophag König Albrecht von Habsburg provisorisch bestattet - Vgl. PETER HOEGGER, Die Kunstdenkmäler des Kantons Aargau 8: Der Bezirk Baden 3. Das ehemalige Zisterzienserkloster Marisstella in Wettingen (Die Kunstdenkmäler der Schweiz 92) 1998, S. 75.
Vorgänger Amt Nachfolger
Rudolf II. Graf von Habsburg
gemeinsam mit Albrecht IV.
1232
Albrecht IV. (alleine)
? Landgraf im Klettgau
vor 1249
Gottfried I. und Eberhard I.