Ottmarsheim

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Ottmarsheim
Ottmarsheim (Frankreich)
Staat Frankreich
Region Grand Est
Département (Nr.) Haut-Rhin (68)
Arrondissement Mulhouse
Kanton Rixheim
Gemeindeverband Mulhouse Alsace Agglomération
Koordinaten 47° 47′ N, 7° 31′ OKoordinaten: 47° 47′ N, 7° 31′ O
Höhe 217–235 m
Fläche 25,67 km²
Einwohner 1.985 (1. Januar 2020)
Bevölkerungsdichte 77 Einw./km²
Postleitzahl 68490
INSEE-Code
Website http://www.ottmarsheim.com/

Mairie Ottmarsheim

Ottmarsheim ist eine Gemeinde mit 1985 Einwohnern (Stand 1. Januar 2020) im Département Haut-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Kanton Rixheim im Arrondissement Mulhouse.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ottmarsheim liegt 15 Kilometer östlich von Mülhausen auf einer Höhe von 220 m in der Rheinebene am Rheinseitenkanal und damit nur wenig von der Grenze zu Deutschland entfernt. In unmittelbarer Nähe verläuft die Autoroute A36 (La Comtoise) (Europastraße E54) und trifft nach der Rheinüberquerung auf die deutsche Bundesautobahn 5.

Die umgebenden Gemeinden sind Niffer, Petit-Landau, Hombourg, Chalampé und Bantzenheim sowie auf deutscher Seite die Stadt Neuenburg am Rhein.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ottmarsheim bestand schon zu römischer Zeit eine Siedlung. Der Name geht wohl auf den heiligen Otmar zurück, der im 8. Jahrhundert Abt des Klosters St. Gallen war. Vermutlich war das Kloster St. Gallen in der Gegend begütert.[1]

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Ottmarsheim als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Mülhausen im Bezirk Oberelsaß zugeordnet.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2008 2019
Einwohner 1495 1766 1833 2003 1897 1926 1890 1973
Quellen: Cassini und INSEE

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort birgt mit der Abteikirche Ottmarsheim ein bedeutendes Baudenkmal aus dem frühen 11. Jahrhundert, das Rudolf von Altenburg, ein Vorfahr der Habsburger, nach dem Vorbild der Pfalzgrafenkapelle Karls des Großen in Aachen als Oktogon, aber wesentlich schlichter erbauen ließ. Daher ist Ottmarsheim auch eine Station an der Romanischen Straße des Elsass.

Unweit der Abteikirche steht das ehemalige Benediktinerinnenkloster Ottmarsheim mit unter Denkmalschutz stehender Annakapelle.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entlang des Rheinseitenkanals entstand ein Industrie- und Hafengebiet. Südlich des Ortes überquert die Autoroute A36 auf der Rheinbrücke Ottmarsheim den Fluss. In unmittelbarer Nähe liegt das Wasserkraftwerk Ottmarsheim.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Haut-Rhin. Flohic Editions, Band 1, Paris 1998, ISBN 2-84234-036-1, S. 651–656.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ottmarsheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hans Jakob Wörner, Judith Ottilie Wörner-Hasler: Abteikirche Ottmarsheim. 10. Auflage. Kunstverlag Josef Fink, Lindenberg 2019, ISBN 978-3-931820-83-1, S. 1.
  2. Gemeindeverzeichnis Deutschland 1900 – Kreis Mülhausen