Rudolf Klaffenböck

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Rudolf Klaffenböck (* 1952 in Passau) ist ein Fotograf, Kabarettist, Schriftsteller und Dokumentarfilmer.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Klaffenböck studierte Grafikdesign an der Hochschule für angewandte Wissenschaften München. Regional bekannt wurde er 1980 mit dem Kabarett „Passauer Abende“ zusammen mit Bruno Jonas, Elmar Raida und Sigi Zimmerschied. Zwischen 1981 und 1989 trat er auch mit den Solo-Kabarettprogrammen Passauer Pfarrfamilienabend und Bayern-Express auf. Parallel dazu drehte er Kurzfilme wie Ascherdienstag über Franz Josef Strauß als Kanzlerkandidat in der Passauer Nibelungenhalle oder Oberammergau, in dem er bei den Passionsspielen als falscher Jesus auftrat. 1990 und 1993 erstellte Klaffenböck mit Bonnopoly über den Bundespresseball und Hurra, es lebe der Krieg über Militaria zwei TV-Dokumentationen für die ARD.

Von 1994 bis 1996 wanderte Klaffenböck an 100 Tagen über eine Strecke von insgesamt 1300 km entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs an der österreichischen Grenze zu Tschechien, zur Slowakei, zu Ungarn und zu Slowenien. Er dokumentierte seine Erlebnisse in Bild- und Tonaufnahmen und verarbeitete sie in dem Buch GRENZgehen.

Von 2002 bis 2004 dokumentierte Klaffenböck die letzten Jahre der Nibelungenhalle bis zu deren Abriss. Die Bilder von unterschiedlichsten Veranstaltungen wie Politischem Aschermittwoch, Erotik-Messen, Christkindlmarkt oder Studentenfeiern wurden von Dezember 2005 bis März 2006 im Museum Moderner Kunst ausgestellt.[1]

2007 wurde Klaffenböck mit dem „Kulturpreis der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst“ ausgezeichnet. Der Preis ist mit 15.000 € einer der höchstdotierten Kunstpreise der Bundesrepublik.[2]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Museum Moderner Kunst Wörlen Passau – Ausstellungen 2006 (Memento vom 10. September 2012 im Webarchiv archive.is)
  2. Kulturpreis der Dr. Franz und Astrid Ritter-Stiftung für Bildende Kunst, Preisträger 2007 (Memento vom 30. November 2010 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]