Museum Moderner Kunst (Passau)

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Das Museum Moderner Kunst (2016)
Der Eingang zum Museum (2007)

Das Museum Moderner Kunst — Stiftung Wörlen Passau ist ein Kunstmuseum in der Altstadt von Passau, das im Jahr 1990 als Museum der Stiftung des Architekten und Kunstmäzens Hanns Egon Wörlen gegründet wurde.[1] Es versteht sich selbst als Forum moderner und zeitgenössischer Kunst am Tor zu Osteuropa und hat sich die Annäherung von Ost und West zum Ziel gesetzt.

Sammlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Grundlage der Sammlung bildet das Werk des Malers Georg Philipp Wörlen (1886 bis 1954), dem Vater des Museumsgründer, und Werke seiner Künstlerfreunde aus Gemeinschaften wie dem „Wiener Hagenbund“, „Der Fels“ und der „Donau-Wald-Gruppe“. Neue Ankäufe und Schenkungen zeitgenössischer Künstler – schwerpunktmäßig Werke des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit – ergänzen und erweitern den Bestand fortwährend. Die Sammlung des Museums zählt aktuell (2006) rund 2.000 Arbeiten.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es finden wechselnde Einzel- und Gruppenausstellungen internationaler Künstler des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts wie Lyonel Feininger, Keith Haring, Jiří Kolář, Egon Schiele, Antoni Tàpies, Eduardo Chillida, Salvador Dalí, Franz West, Max Beckmann, Pablo Picasso, Yoko Ono, Christo und Jeanne-Claude, Horst Janssen, Jürgen Klauke, Rudolf Klaffenböck und Yves Klein statt. Mit jährlich rund 15 Wechselausstellungen und einem vielfältigen Kunstvermittlungs- und Veranstaltungsprogramm repräsentiert das Museum einen Ort der Auseinandersetzung mit modernen und zeitgenössischen Künstlerpositionen. Das Spektrum des Ausstellungsprogramms umfasst sämtliche Kunstgattungen und reicht von der klassischen Moderne über Tendenzen der „art informel“ bis hin zum Stil- und Medienpluralismus der Gegenwartskunst. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die Kunst aus Österreich und osteuropäischen Nachbarländern, wie Tschechien, Slowakei und Ungarn.

Museumsleitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Direktor war Gerwald Sonnenberger.[2] Von September 2003 bis Juni 2007 leitete Hans-Peter Wipplinger das Museum.[3] Seine Abberufung wurde kritisch kommentiert.[4] Im Januar 2008 übernahm die promovierte Kunstgeschichtlerin Josephine Gabler die Leitung.[5], die zum 1. April 2018 die Leitung des Berliner Käthe-Kollwitz-Museums übernehmen wird.[6]

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Inmitten der Passauer Altstadt verfügt das MMK über eine Ausstellungsfläche von annähernd 1.000 m² auf drei Ebenen. Direkt an der Donau gelegen, entstand mit dem Umbau von vier — ehemals selbständigen — Altstadthäusern durch den Stiftungsgeber und Architekten Hanns Egon Wörlen ein ungewöhnliches Ensemble mit baulichen Elementen aus der Zeit der Romanik, Gotik bis hin zu Barock und Klassizismus. Neben dieser architektonischen Vielfalt kennzeichnet das Gebäude die räumliche Großzügigkeit sowie Ausblicke auf die Donau, die Veste Oberhaus und die Veste Niederhaus.

Weblink[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Interview (PDF; 42 kB), Die Entwicklung schilderte Wörlen 1999 in diesem Interview.
  2. Eintrag RegioWiki Sonnenberger
  3. Eintrag RegioWiki Wipplinger
  4. Mittelbayerische Zeitung@1@2Vorlage:Toter Link/www.mittelbayerische.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Eintrag RegioWiki Gabler
  6. Käthe-Kollwitz-Museum Pressemitteilung 10/2017 vom 24. Oktober 2017: Das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin hat eine neue Direktorin., abgerufen am 27. März 2018

Koordinaten: 48° 34′ 28″ N, 13° 28′ 23″ O