Ruine Diepoldsburg

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Ruine Diepoldsburg
Pinselzeichnung der Burgruine Rauber von August Seyffer aus dem Jahr 1813/14

Pinselzeichnung der Burgruine Rauber von August Seyffer aus dem Jahr 1813/14

Alternativname(n): Burg Rauber, Unterdiepoldsburg, Oberdiepoldsburg
Staat: Deutschland (DE)
Ort: Lenningen
Entstehungszeit: um 1210
Burgentyp: Höhenburg, Felslage
Erhaltungszustand: Ruine
Ständische Stellung: Adlige
Geographische Lage: 48° 34′ N, 9° 29′ OKoordinaten: 48° 34′ 21,4″ N, 9° 29′ 19,4″ O
Höhenlage: 780 m ü. NN
Ruine Diepoldsburg (Baden-Württemberg)
Ruine Diepoldsburg

Die Ruine Diepoldsburg ist eine Doppelburg, die aus der Oberen Diepoldsburg und der Unteren Diepoldsburg, auch Burg Rauber genannt, besteht. Sie liegt bei dem Ortsteil Unterlenningen der Gemeinde Lenningen im Landkreis Esslingen in Baden-Württemberg. Die Felsenburg liegt über dem Lautertal auf einem 780 m ü. NN hohen Felsgrat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ruine Rauber – Aquarell von General Eduard von Kallee, 1854

Die Burg soll von den Rittern von Diepholdsburg um 1210 erbaut worden sein, ein „Ulrich de Diepoltsburc“ wird 1215 urkundlich als Besitzer erwähnt. Im 16. Jahrhundert ist die Burg verfallen und 1964 bis 1965 wurden die Umfassungsmauern restauriert. Den Zweitnamen Rauber bekam die Burg wegen ihrer Nutzung als Raubritterburg.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obere Diepoldsburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anlage der Oberen Diepoldsburg zieht sich auf dem höchsten Punkt eines Felskammes auf einer Gesamtlänge von 165 Meter entlang, von ihren beiden Vorburgen ist so gut wie nichts mehr vorhanden. Von der fast viereckigen Kernburg, geschützt durch einen Halsgraben, wurde die acht Meter hohe Schildmauer zum Teil wieder aufgebaut.

Untere Diepoldsburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die jüngere Untere Diepoldsburg liegt, etwa 100 Meter von der Oberen Diepoldsburg entfernt, am Ende des felsigen Bergkammes. Die einteilige Anlage wird durch einen 15 Meter breiten Halsgraben vom Grat abgeschnitten. Ob der frühere Burgzugang über eine Brücke über den Halsgraben führte, oder an der Südwestseite der Ringmauer mündete, ist nicht bekannt. Im inneren der polygonalen Ringmauer ist heute als einziger Bebauungsrest eine Zisterne erhalten geblieben.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich-Wilhelm Krahe: Burgen des deutschen Mittelalters – Grundriss-Lexikon. Sonderausgabe, Flechsig Verlag, Würzburg 2000, ISBN 3-88189-360-1, S. 147.
  • Günter Schmitt: Burgenführer Schwäbische Alb, Band 4 – Alb Mitte-Nord: Wandern und entdecken zwischen Aichelberg und Reutlingen. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach an der Riß 1991, ISBN 3-924489-58-0, S. 109–118.
  • Christoph Bizer, Wilhelm Gradmann: Burgen und Schlösser der Schwäbischen Alb. 3. Auflage. DRW-Verlag, Leinfelden-Echterdingen 1994, ISBN 3-87181-284-6, S. 48.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ruine Diepoldsburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien