Runge (Fahrzeugtechnik)

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Leiterwagen, bei dem an der hinteren Achse eine Runge angebracht ist. An der vorderen Achse sieht man den Befestigungssplint.

Rungen sind die senkrecht stehenden Streben an der Ladefläche von Fahrzeugen oder Anhängern, die in der Regel zur Abstützung der Ladung oder der Bordwand dienen.

Rungen sind namensgebendes Merkmal von flachen Eisenbahn-Güterwagen, den Rungenwagen.

Die Rungen von traditionellen hölzernen Leiterwagen dienen zur Abstützung der seitlichen Leitern an den Radachsen. Diese bestehen häufig aus gebogenen Knüppeln, die am unteren Ende über einen Eisenring mit der ungelenkten Hinterachse verbunden sind und bis zum oberen Ende der Leitern reichen.[1]

Gemäß den Arbeiten Wolfgang Laurs zur Namensherkunft des abgegangenen Ortes Rungholt kann dieser Name abgeleitet werden von einem Wald, aus dem Rungen geholt werden.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Benedict Weber: Allgemeines deutsches terminologisches ökonomisches Lexicon und Idioticon; oder, Erklärendes Verzeichniss aller im gebiete der gesammten Landwirthschaft, der Acker- Wiesen-, Garten-, Forst-, Vieh-, Tagd-, Fischeren- und Hauswirthschaft, in Deutschland und den Einzelnen deutschen Provinzen vorkommenden Kunstwörter und kunstausdrücke überhaupt, und Benennungen der landwirthschaftlichen Pflanzen, Thiere, Geräthe, Zweiter Teil N-Z, W. Engelmann, 1838, S. 467
  2. Wolfgang Laur: Historisches Ortsnamenlexikon von Schleswig-Holstein, 2. Aufl., S. 559.