Ryndam (Schiff, 1951)

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Ryndam
Als Atlas in Miami, November 1974
Als Atlas in Miami, November 1974
Schiffsdaten
Flagge NiederlandeNiederlande Niederlande
andere Schiffsnamen

Waterman (1967–1968)
Atlas (1972–1988)
Pride of Mississippi (1988–1991)
Pride of Galveston (1991–1993)
Copa Casino (1993–2003)

Schiffstyp Passagierschiff
Heimathafen Rotterdam
Reederei Holland-America Line
Bauwerft Wilton-Fijenoord, Schiedam
Baunummer 732
Stapellauf 19. Dezember 1950
Übernahme 15. Juli 1951
Indienststellung 16. Juli 1951
Außerdienststellung April 1986
Verbleib am 16. März 2003 gesunken
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
153,4 m (Lüa)
Breite 19,5 m
Tiefgang max. 8,84 m
Vermessung 9.114 BRT
Maschinenanlage
Maschine 2 × General Electric-Dampfturbinen
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
6.341 kW (8.621 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
16,5 kn (31 km/h)
Propeller 2 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Zugelassene Passagierzahl 893
Sonstiges
Registrier-
nummern

IMO 5302776

Die Ryndam (auch als Rijndam bezeichnet) war ein Passagierschiff der niederländischen Reederei Holland-America Line, das 1951 in Dienst gestellt wurde. Das seit 1972 für Kreuzfahrten unter dem Namen Atlas eingesetzte Schiff blieb bis 1986 in Fahrt, ehe es die nächsten Jahre als schwimmendes Casino diente. Am 16. März 2003 sank es auf der Schleppfahrt zum Verschrotten vor der Küste der Dominikanischen Republik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ryndam wurde 1949 unter der Baunummer 732 bei Wilton-Fijenoord in Schiedam auf Kiel gelegt und am 19. Februar 1950 vom Stapel gelassen. Ursprünglich sollte sie den Namen Dinteldyk tragen. Nach der Ablieferung an die Holland-America Line am 15. Juli 1951 wurde das Schiff am Folgetag auf der Strecke von Rotterdam über Le Havre und Southampton nach Nordamerika in Dienst gestellt. Neben dem Liniendienst war es zwischen November 1964 und Januar 1965 auch für Kreuzfahrten nach Australien in Einsatz.

Im September 1966 wurde die Ryndam an die Europa-Kanada Linie mit Sitz in Bremen verkauft und fortan zwischen Bremerhaven und New York eingesetzt. Bereits im August 1967 wurde sie jedoch wieder verkauft und unter dem Namen Waterman von der Scheepvaart Maatschappij Trans-Oceaan übernommen. Im Oktober 1968 kehrte das Schiff wieder unter seinem alten Namen Ryndam in den Linien- und Kreuzfahrtdienst für Holland-America zurück.

Am 1. Juni 1971 wurde die Ryndam von Holland-America ausgemustert und in Schiedam aufgelegt. Nach einem Jahr Liegezeit übernahm die griechische Reederei Epirotiki Lines das Schiff unter dem Namen Atlas und ließ es zu einem reinen Kreuzfahrtschiff umbauen. Im Mai 1973 wurde die Atlas für Reisen im Mittelmeer in Dienst gestellt. Ab 1974 befuhr sie außerdem die Karibik und die Nordsee. Seit 1978 war sie zwischen Southampton und den Kanarischen Inseln im Einsatz.

Im April 1986 wurde das Schiff ausgemustert und in Eleusis aufgelegt. 1988 ging es unter dem Namen Pride of Mississippi an die Pride Cruise Line, von der es im Dezember 1988 in die Vereinigten Staaten überführt wurde. 1991 wurde es nach drei Jahren Liegezeit in Pride of Galveston umbenannt, jedoch nicht wieder in Dienst gestellt. Stattdessen wurde es 1993 nach Gulfport geschleppt und dort fortan unter dem Namen Copa Casino als schwimmendes Casino eingesetzt.

2002 wurde das Casino geschlossen. Die Copa Casino wurde von der Atlantic Marine Shipyard in Mobile übernommen und am 13. Februar 2003 zum Verschrotten nach Indien verkauft. Am 3. März 2003 trat das Schiff im Schlepptau der Fairplay XIV ihre letzte Reise an. Es traf jedoch nie in Indien ein, da es am 16. März 2003 vor der Dominikanischen Republik sank. Das Wrack liegt in 2.500 Meter Tiefe.

Das Schwesterschiff der Ryndam war die 1952 in Dienst gestellte Maasdam, die später unter dem Namen Stefan Batory im Einsatz war und 2000 in der Türkei verschrottet wurde.

Bekannte Passagiere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günther M Felke: New York, New York Passenger and Crew Lists, 1909. Abgerufen am 4. März 2017.