SBB Bm 4/4
| SBB Bm 4/4 | |
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SBB Bm 4/4
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| Nummerierung: | Bm 4/4 18401–18446 |
| Anzahl: | 46 |
| Hersteller: | SLM, SAAS |
| Baujahr(e): | 1960–1970 |
| Ausmusterung: | 1996 (18417 nach Unfall) und 2005 bis 2024 |
| Achsformel: | Bo'Bo' |
| Länge über Puffer: | 18401 bis 18426: 12.650 m 18427 bis 18446: 13.710 m |
| Dienstmasse: | 72 t |
| Radsatzfahrmasse: | 18 t |
| Höchstgeschwindigkeit: | 75 km/h |
| Installierte Leistung: | 620 kW bzw. 840 PS[1] |
| Motorentyp: | SLM 12YD20TrTh |
| Motorbauart: | 12-Zylinder-V-Motor mit Abgasturbolader und Ladeluftkühlung, 4 Takt, wassergekühlt |
| Leistungsübertragung: | diesel-elektrisch |
| Anzahl der Fahrmotoren: | 4 Fahrmotoren |
| Bremse: | elektrische Widerstandsbremse pneumatische Bremse Handspindelbremse |
| Zugbeeinflussung: | Integra/ETM-S, teilweise mit ZUB |
Die SBB Bm 4/4 war eine schwere Rangierlokomotive der Schweizerischen Bundesbahnen SBB. Sie wurde durch die SBB Am 843 und die Aem 940 bis 2024 abgelöst.
Geschichte
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Lokomotiven wurden von der Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) in Winterthur und der Société Anonyme des Ateliers de Sécheron (SAAS) in Genf gebaut. Sie sollten auch als leichte Streckenlokomotiven zum Einsatz kommen können, um die vollständige Ablösung des Dampfbetriebes zu ermöglichen. Es bestand auch von Seiten des damaligen Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartementes (EVD) und des damaligen Militärdepartementes (EMD) ein Interesse, die fahrdrahtunabhängige Traktionsreserve auszubauen, deshalb beteiligte sich das EVD mit 60 % an den Herstellungskosten von 16 Lokomotiven und das EMD beteiligte sich an den Herstellungskosten von sechs Lokomotiven.
- 18401 bis 18406: gebaut 1960–1961, Länge über Puffer 12.650 mm
- 18407 bis 18426: gebaut 1964–1965, Länge über Puffer 12.650 mm
- 18427 bis 18446: gebaut 1968–1970, Länge über Puffer 13.150 mm
Der Zwölfzylinder-Dieselmotor Typ 12YD20TrTh wurde von SLM gebaut. Er ist mit zwei Abgasturboladern VTR 200 von Brown, Boveri & Cie. (BBC) und einer Ladeluftkühlung ausgerüstet. Der angeflanschte Gleichstromgenerator wurde von SAAS gebaut.[2] Die Baugruppe bestehend aus Motor und Generator wurde auch in der Zweikraftlokomotive Eem 6/6 verwendet.[3]
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12-Zylinder-Motor 12YD20TrTh von SLM
Verbleib
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die meisten Lokomotiven wurden abgebrochen. Per 15. Oktober 2025 sind noch folgende Lokomotiven vorhanden:
- 18403 Rhomberg-Sersa Rail AG
- 18407 VMTH Invest, vorher Gleisbau Müller
- 18411 VMTH Invest, vorher Gleisbau Müller
- 18415 Swissrail, Sion
- 18416 Rhomberg Sersa Rail AG
- 18424 VMTH Invest, vorher Gleisbau Müller
- 18425 SBB Historic Olten
- 18426 Rhomberg-Sersa Rail AG
- 18430 Verein Rangierlok Schweiz, Etzwilen
- 18435 Swissrail, Sion
Siehe auch
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Paul Winter: Schweizer Bahnen unter Fahnen. Die Geschichte des Militär-Eisenbahndienstes. Minirex, Luzern 1988, ISBN 3-907014-02-2
- H. Loosli: Die neueste Entwicklung der Diesellokomotiven der SBB, Kap. 5. Die mittelschwere dieselelektrische Lokomotive Bm 4/4 18 401 u. f. in
Schweizerische Bauzeitung, Band 79 (1961), Heft 24, Seite 418ff. (E-Periodica)
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ lokifahrer.ch
- ↑ H. Loosli, S. 419
- ↑ Claude Jeanmaire-dit-Quartier: Die Lokomotiven der Schweizerischen Bundesbahnen. Verlag Eisenbahn, Villigen AG, S. 47.
