SMD-Ferrit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

SMD-Ferrite, auch Chip-Bead-Ferrite (CBF) oder Ferrite Chip Bead genannt, sind induktive Bauelemente aus der Gruppe der Ferrite für die Bestückung von Leiterplatten in Oberflächenmontagetechnik. SMD-Ferrite sind in Multilayer-Technologie aufgebaut. Als umhüllendes Ferritmaterial wird NiZn verwendet, während die Spule in der Innenlage im Printverfahren aus reinem Silber hergestellt wird.

Ersatzschaltbild

Das Ersatzschaltbild ist eine Parallelschaltung aus Widerstand, Spule und Kondensator (Elektrotechnik). Im niederfrequenten Bereich wirkt das Bauteil wie ein ohmscher Widerstand mit geringem Widerstand, während im hochfrequenten Bereich der induktive Anteil der Impedanz überwiegt. Ferrite besitzen auch eine geringe elektrische Kapazität.

Die Hauptfunktion eines SMD-Ferrits besteht in der Filterung von EMV-Störungen, zum Beispiel Gegentaktstörungen. Störsignale auf der Leitung in hohen Frequenzbereichen werden in den Ferriten in Wärme umgewandelt. Durch die niedrige Güte (Q) haben SMD-Ferrite eine sehr gute Filterwirkung. Die Bauteilwerte werden als Impedanz in Ohm angegeben, die bei einer Frequenz von 100 MHz in einen 50-Ohm-Impedanzsystem (Quelle-Senke) gemessen werden. SMD-Ferrite werden in den Bauformen von 0201 bis 3312 für maximale Durchgangsströme bis zu 10 A (Gleichstrom) hergestellt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Trilogie der induktiven Bauelemente. Applikationshandbuch für EMV-Filter, Schaltregler und HF-Schaltungen. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Swiridoff, Künzelsau 2008, ISBN 978-3-89929-151-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]