Sakine Cansız

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Sakine Cansız (* 1958 in Tunceli; † 9. Januar 2013 in Paris, Frankreich) war ein Gründungs- und Führungsmitglied der Arbeiterpartei Kurdistans.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sakine Cansız wurde als Tochter von Zeynep und İsmail Cansız geboren. Die Familie hatte acht Kinder. Sakine hatte zwei Schwestern und fünf Brüder. Grundschule, Mittelschule und Gymnasium besuchte sie in der Provinzhauptstadt.

Insbesondere beeinflusst haben sie nach eigener Aussage die politischen und gewalttätigen Auseinandersetzungen der 1970er Jahre; das Schicksal von Deniz Gezmiş und das Ereignis von Kızıldere. Hinzu kamen die Repressionen in ihrer Heimat. Nach der Schule ging Cansız nach Ankara und lernte dort Kesire Yıldırım, die spätere Ehefrau von Abdullah Öcalan, und den PKK-Mitbegründer Ali Haydar Kaytan kennen.[1] Vor ihrem Beitritt zur PKK war Sakine Cansiz mit einem Ingenieur verheiratet und trug den Familiennamen Polat. Später ließ sie sich scheiden. Sakine Cansız saß in den 1980er Jahren lange Zeit in Haft in Diyarbakir, wurde dort gefoltert und nahm nach ihrer Freilassung auch am bewaffneten Kampf der PKK teil. Ihr Deckname lautete Sara.

Nach ihrem Protest gegen die von der Partei organisierte Hinrichtung ihres Geliebten Mehmet Şener im Jahr 1991 fiel sie zunächst in Ungnade. Innerhalb der Organisation waren Liebesbeziehungen verboten. Später wurde Sakine Cansız nach Europa geschickt. Im Jahr 2007 war sie einen Monat in deutscher Haft.

Ermordung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Protestdemonstration am 20. November 2013 in Düsseldorf

Sie wurde gemeinsam mit Fidan Doğan (* 1982) und Leyla Şaylemez (* 1989, auch Söylemez) in Paris erschossen. Ihr Tod führte zu großen Protestaktionen von Kurden in Europa und vor allem in Frankreich.

Sakine Cansız wurde in ihrer Heimat, Tunceli, beerdigt.

Autobiografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mein ganzes Leben war ein Kampf: 1. Band – Jugendjahre, Mezopotamien-Verlag, Neuss, 2015, ISBN 978-3-941012-98-1.
  • Mein ganzes Leben war ein Kampf: 2. Band – Gefängnisjahre, Mezopotamien-Verlag, Neuss, 2015, ISBN 978-3-945326114.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. haber.mynet.com