Sala y Gómez

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Sala y Gómez
Luftaufnahme, Blickrichtung Osten
Luftaufnahme, Blickrichtung Osten
Gewässer Pazifischer Ozean
Geographische Lage 26° 28′ 17″ S, 105° 21′ 55″ WKoordinaten: 26° 28′ 17″ S, 105° 21′ 55″ W
Lage von Sala y Gómez
Länge 770 m
Breite 500 m
Fläche 15 ha
Höchste Erhebung 30 m
Einwohner (unbewohnt)
Ansicht von Sala y Gómez
Ansicht von Sala y Gómez

Sala y Gómez (auch Salas y Gómez, spanisch Isla Sala y Gómez, Rapanui: Motu Motiro Hiva) ist eine Insel im Pazifischen Ozean, 391 km östlich der Osterinsel auf 26° 28' südlicher Breite und 105° 22' westlicher Länge gelegen. Die Insel erhielt ihren Namen von den spanischen Kapitänen José Salas Valdés, der die Insel am 23. August 1793 sichtete, sowie José Manuel Gómez, der die Insel 1805 näher erforschte; erstmals von Europäern gesichtet wurde sie möglicherweise bereits im Jahre 1687, und zwar von dem englischen Freibeuter Edward Davis. Die unbewohnte Insel gehört seit 1808 zu Chile und wird seit dem 1. März 1966 von der Osterinsel aus verwaltet (bis 1974 Departamento Isla de Pascua, seit 25. Juli 1974 Provincia de Isla de Pascua).[1] 1994 installierte die chilenische Marine ein automatisches Leuchtfeuer sowie ein Tsunami-Warnsystem.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die etwa 3210 km vom chilenischen Festland entfernt gelegene Insel ist vulkanischen Ursprungs und mit einem Alter von weniger als 2 Millionen Jahren relativ jung.[2] Sie ist der Gipfel eines Berges, der sich vom Meeresgrund etwa 3500 m hoch aus dem Sala-y-Gómez-Rücken erhebt. Sala y Gómez besteht aus zwei größeren, nahezu unbewachsenen Felsen, die durch eine schmale Landenge verbunden sind. Die Insel ist 0,15 km² groß, bei einer Länge von 770 m und einer maximalen Breite von 500 m. Es gibt keine natürlichen Süßwasserquellen, eine etwa 200 m² große Vertiefung auf dem größeren östlichen Felsen enthält jedoch manchmal Süßwasser. An ihrer höchsten Stelle, im Süden des östlichen Felsens, weniger als 30 Meter von der Küste entfernt, erreicht die Insel eine Höhe von 30 m. Das Anlanden mit Booten gilt als schwierig. Etwa 1,1 km nordöstlich der Insel befindet sich, nur 25 m unter dem Meeresspiegel, mit dem Bajo Scott ein weiterer untermeerischer Gipfel.

Flora und Fauna[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Osterinsel gehört Sala y Gómez zur Rapa Nui subtropical broadleaf forests ecoregion, obgleich die Insel selbst nicht bewaldet ist. Weil die Insel stark von Salzwasser besprüht wird, wachsen dort nur an besser geschützten Stellen vier Arten von Landpflanzen, vor allem Streifenfarne (Asplenium). Die Insel ist ein Brutplatz zahlreicher Seevögel, darunter Weihnachts-Sturmtaucher (Puffinus nativitatis), Bindenfregattvögel (Fregata minor), Maskentölpel (Sula dactylatra), Rußseeschwalben (Sterna fuscatus), Noddiseeschwalben (Anous stolidus), Weißkehl-Meerläufer (Nesofregetta fuliginosa), Rotschwanz-Tropikvögel (Phaethon rubricauda), Feenseeschwalben (Gygis alba), Rotfußtölpel (Sula sula) und Graunoddis (Procelsterna albivitta).

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt wurde die Insel durch das Gedicht von Adelbert von Chamisso,[3] der sie auf seiner Weltumsegelung passierte.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fundamentos para establecer Parque Marino Salas y Gómez. Informe Tecnico (R. Pesq.) Nr. 81/2010. Gobierno de Chile – Subsecretaría de Pesca, August 2010 (spanisch, online [PDF; 729 kB]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sala y Gómez – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chile. Easter Island (Isla de Pascua/Rapa Nui). In: World Statesmen.org. Abgerufen am 29. Mai 2017 (englisch).
  2. Fundamentos para establecer Parque Marino Salas y Gómez. Informe Tecnico (R. Pesq.) Nr. 81/2010. Gobierno de Chile – Subsecretaría de Pesca, August 2010, Abschnitt 2.1.2: Geología, S. 2 (spanisch, online [PDF; 729 kB]).
  3. Adelbert von Chamisso: Salas y Gómez. In: Projekt Gutenberg-DE.
  4. Adelbert von Chamisso: Reise um die Welt: Das Tagebuch 1815-1818. (Erstdruck 1836), Karl-Maria Guth (Hrsg.), Hofenberg/BoD, Berlin 2015, ISBN 978-3843075046, S. 70