Salmiakpastillen

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Salmiakpastillen
Zutatenliste mit Warnhinweis

Salmiakpastillen sind in Rautenform gestanzte oder geschnittene Pastillen mit Süßholzwurzelextrakt (Lakritze), Salmiaksalz (Ammoniumchlorid) und überwiegend Anisöl. Bei einem Gehalt bis 7,99 % Ammoniumchlorid sind Salmiakpastillen ein „traditionell angewendetes Arzneimittel zur Unterstützung der Schleimlösung im Bereich der Atemwege“ (SALMIX, Konsul). Besonders in Nordeuropa sind Produkte mit Salmiak-Geschmack sehr beliebt. Zunehmend auch in Deutschland erfreuen sich Salmiakpastillen (wieder) größerer Beliebtheit.

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die antibakterielle Wirkung lässt sich auf die Absenkung des pH-Wertes des Speichels zurückführen. Bei Salmiak handelt es sich chemisch gesehen um Ammoniumchlorid (). Bei der Reaktion mit dem Wasser des Speichels reagieren dissoziierte Ammoniumionen ()zu Oxonium-Ionen () und Ammoniak (). Die Oxonium-Ionen führen zu einer Senkung des pH-Wertes, wodurch Bakterien abgetötet werden.[1]

Reaktion des (Ammonium)-Ions mit Wasser zu Ammoniak und Oxonium-Ionen.

Bei übermäßigem Verzehr kann Salmiak jedoch auch zu einer Übersäuerung des Blutes führen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Salmiak-Pastillen: Salzig und gesund? NDR, 31. März 2020, abgerufen am 20. Februar 2021.
  2. Salmiak: Ist der Aromastoff in Süßigkeiten gesund? Utopia.de, 31. März 2020, abgerufen am 20. Februar 2021.