Samhita

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Samhita (Sanskrit, f., संहिता, saṃhitā, "Sammlung") ist im Hinduismus ein Überbegriff für "Textsammlung" und wird sowohl im Veda, im Ayurveda als auch im Tantra verwendet.

Samhitas im Veda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Veda und damit auch die Samhitas gehören zu den Shruti[1] (Sanskrit, f., श्रुति, śruti, wörtl.: „das Gehörte“), das durch „das gehörte Offenbarte“, es sind die Offenbarungstexte, zu denen die Samhitas, Brahmanas, Aranyakas und letztlich die Upanishaden zählen.[2]

Im Zentrum der vedischen Religion stehen die im Veda dargebrachten religiösen Hymnen, so Opferrituale zugunsten der Gottheiten Indra, Agni und Vayu etc.

Die Samhitas des Veda bestehen größtenteils aus Hymnen und Mantren und bilden die älteste Textschicht. Jeder der vier Veden (Rigveda, Samaveda, weißer und schwarzer Yajurveda und Atharvaveda) hat seine eigene Samhita.

Die bekannteste Samhita ist die Rigvedasamhita (1200 v. Chr.-900 v. Chr.). Die Hymnen sind an die vedischen Gottheiten Agni, Indra und Varuna gerichtet. Die Götterwelt ähnelt der der indogermanischen Götterwelt. Man bittet die Götter um Reichtum, Gold und Rinder und hofft von Krankheiten und sonstigem Übel verschont zu werden.

Samhitas im Ayurveda[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine der bekanntesten Samhitas des Ayurveda ist die Charaka-Samhita, benannt nach dem indischen Arzt Charaka, dessen Werke im 8. Jahrhundert ins Arabische übersetzt wurden. Eine andere medizinische Samhita ist die Sushruta-Samhita, die von dem indischen Arzt Sushruta stammen soll und sich hauptsächlich mit chirurgischem Wissen beschäftigt.

Referenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. im Gegensatz oder in Verbindung zu den Smriti (Sanskrit, f., स्मृति, smṛti, "was erinnert wird"), gewissermaßen „das verschriftliche Kanon im engeren Sinne.
  2. Eckard Wolz-Gottwald: Yoga-Philosophie-Atlas. Via Nova, Petersberg 2006, ISBN 3-936486-04-2, S. 52 f