Samsung Heavy Industries

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Samsung Heavy Industries Co., Ltd

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Rechtsform Kapitalgesellschaft
Gründung 5. August 1974
Sitz Seoul, Südkorea
Mitarbeiterzahl 14.383[1]
Branche Schiffbau, Windenergieanlagenhersteller
Website www.samsungshi.com/eng/
Stand: 17. März 2016

SHI S7.0-171 Prototyp im Fife Energy Park, Methil

Samsung Heavy Industries (SHI) ist ein südkoreanisches Unternehmen mit Firmensitz in Seoul. Das 1974 gegründete Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft des südkoreanischen Konglomerats Samsung und gehört zu den größten Werften in Südkorea.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Geschichte von 1974 bis 2014
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Neben dem Schiffbau gehörten in den 1990er Jahren auch Nutzfahrzeuge (ausgegliedert in Samsung Commercial Vehicles) und Personenkraftwagen (Samsung Motors) zum Portfolio.

2014 wurde es mit der mit Kraftwerksbau beschäftigten Samsung Engineering fusioniert. So ist SHI neben dem Bau von Schiffen und dem Bau von Offshore-Schwimmplattformen für die Ölindustrie auch im Energiewesen tätig. Unter anderem stellt das Unternehmen Windenergieanlagen her. Neben einem Portfolio für den onshore-Bereich mit 2,3 MW, 2,5 MW und 2,7 MW[2] entwickelt Samsung auch eine 7-MW-Turbine mit 171 Metern Rotordurchmesser für den Einsatz in Offshore-Windparks. Der Prototyp wurde im Oktober 2013 im schottischen Testfeld „Energy Park Fife“ wenige Meter von der Küste entfernt installiert.[3][4]

Wie alle Werften in Südkorea leidet auch Samsung Heavy Industries wegen des globalen Nachfragerückgangs. Dazu üben einerseits die chinesischen Werften mit ihrem Kostenvorteil großen Druck auf südkoreanische Werften aus, andererseits haben die südkoreanischen Werften kaum noch Kostenvorteile gegenüber Werften aus Japan wegen der Abwertung des Yens. Gleichzeitig wurden in der Vergangenheit aufgrund der starken Proteste der Gewerkschaften große Lohnsteigerungen akzeptiert. Zudem gelang es den südkoreanischen Werften nicht wie den deutschen Werften alternative Geschäftsbereiche (wie z. B. Kreuzfahrtschiffe) für sich zu erschließen. So gingen die Auftragseingänge bei Samsung Heavy Industries wie bei den anderen südkoreanischen Werften drastisch zurück, insbesondere aus der Ölindustrie. KDB, die staatliche Bank Südkoreas, hat Ende Mai 2016 dem Vorschlag des Unternehmens zugestimmt, unternehmensinterne Maßnahmen durchführen zu lassen. Dazu gehören die Veräußerung von Geschäftsbereichen außerhalb des Kernbereiches, Kapitalerhöhung sowie Entlassungen der Belegschaft. Mit diesen Maßnahmen möchte das Unternehmen bis zu 1,3 Mrd. US-Dollar einsparen.[5] Bis 2018 sollen durch Frühverrentung und Entlassungen die Belegschaft um 30–40 % verkleinert werden. Die Gewerkschaft indes hat für Streik gestimmt um gegen die Planung zu protestieren.[6]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Overview Samsung Heavy Industries, Website des Unternehmens. Abgerufen am 17. März 2016.
  2. Overview Samsung Heavy Industries (Memento des Originals vom 18. März 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.shi.samsung.co.kr. Abgerufen am 11. März 2015.
  3. Die neue Offshore-Generation. Baufortschritte in der Königklasse. In: Erneuerbare Energien. Das Magazin, 17. Oktober 2013. Abgerufen am 17. Oktober 2013.
  4. Weltgrößte Offshore-Turbine errichtet. In: Erneuerbare Energien. Das Magazin, 25. Oktober 2013. Abgerufen am 25. Oktober 2013.
  5. Chung Seok-woo: KDB okays Samsung Heavy Industries’ self-rescue plan. In: pulsenews.co.kr. pulse, 2. Juni 2016, abgerufen am 4. Juni 2016 (englisch).
  6. Park Yong-beom: Samsung Heavy Industries to shed workforce up to 40%. Pulsenews, 15. Juni 2016, abgerufen am 15. Juni 2016 (englisch).