Samuel Voelckel

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Samuel Voelckel , auch Samuel Völckel (* um 1560 in Königsberg in Bayern; † um 1617 in Bayreuth) war ein deutscher Musiker und Komponist.

Leben[Bearbeiten]

Über seine Herkunft ist nichts bekannt. Er erhielt wahrscheinlich seine musikalische Ausbildung in Königsberg. Von 1583 bis 1586 ist er als Musiker (Instrumentalist) der markgräflichen Hofkapelle in Ansbach nachgewiesen. Diese Kapelle war von 1578 bis 1586 mit Markgraf Georg Friedrich I. in Königsberg. 1591 ist Völckel Musiker der Hofkapelle des Landgrafen von Hessen zu Marburg, von 1593 bis 1594 war er Mitglied der herzoglich braunschweigischen Hofkapelle in Wolfenbüttel. Danach wirkte er bis 1596 in der Hofkapelle des Landgrafen Moritz in Kassel. Im Jahre 1596 wechselt er als Musikant nach Marburg in die Hofkapelle des Ludwig IV.. Seine Bestallung fand am 1. August 1596 statt und kurze Zeit später wird er Hofkapellmeister genannt.[1] Dann beschloss er Mitglied der Hofkapelle des sächsischen Kurfürsten Johann Georg in Dresden zu werden. Im Jahre 1603 war er Musiker der markgräflich brandenburgischen Hofkapelle in Bayreuth, die nach dem Stadtbrand 1605 auf die Plassenburg bei Kulmbach verlegt wurde. Nach der Rückkehr war er bis 1613 als Musiker der markgräflichen Hofkapelle in Bayreuth tätig. Hier wird er auch Kapellmeister genannt.

Familie[Bearbeiten]

Sein Sohn Christian Theodor Völckel wurde am 18. Juli 1593 in Ansbach getauft. Paten waren der Herzog Christian und der Kapellmeister Theodor Riccius. Christian Theodor wirkte als Instrumentist in Darmstadt, wo er 1635 Kapellmeister wurde. In gleicher Stellung arbeitet er ab 1640 bis zu seinem Tode am 10. März 1644 in Frankfurt am Main. Er komponierte mehrere Lieder und ein Konzert. Sein Sohn Ernst Martin war ebenfalls Musiker und Komponist.
Die Tochter Catharina Barbara Völckel heiratete am 14. April 1612 in der Bayreuther Stadtkirche Hieronymus (III) Schaffhirt, getauft am 7. Mai 1589 in Lohmen, Sohn des gleichnamigen Papiermachers dort und Enkel des Hieronymus Schaffhirt.
Als weitere Kinder zählen der 1612 und 1614 genannte Samuel Völckel (Volckelius), Kantor zu St.Ulrich in Halle, und dessen Bruder Fabian Lorenz Völckel (Voelckel), der 1623 ebenfalls Hofmusiker in Bayreuth war.[2]

Werke[Bearbeiten]

  • - "Exaudiat te Dominus", Motette für acht Stimmen, 1606, Dresden, Trostlied für Kurfürst Johann Georg I. zum Tode seiner Gattin
  • - "Dem edlen Weidwerk zu gefallen hier ich diss liedlein mit schalle", Jägerliedlein, 1608, Dresden, Kurfürst Johann Georg gewidmet
  • - "Newen teutschen weltlichen Gesänge mit vier und fünf Stimmen auf Galliarden Art", 1613, Nürnberg, Markgraf Christian gewidmet
  • - "Domine, probasti me", Motette für acht Stimmen, 1617, Bayreuth, Herzog Johann Casimir gewidmet
  • - "Gaudete, filiae Hierusalem", Motette für acht Stimmen, 1617, Bayreuth, Herzog Johann Casimir gewidmet

Literatur[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Zeitschrift des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde,Bd.36. Verein für hessische Geschichte und Landeskunde, Kassel 1903, S. 52-58 (Online in der Google-Buchsuche).
  2.  Friedrich Blume: Die Musik in Geschichte und Gegenwart : allgemeine Enzyklopädie der Musik. DTV/Bärenreiter, Mchn-Kassel 1989, S. 1879 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).