Sanatorium Schloss Tegel

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Das Sanatorium Schloss Tegel war die erste psychoanalytische Klinik der Welt. Sie befand sich im Park des Schlosses Tegel im Berliner Bezirk Reinickendorf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine erste Erwähnung des Sanatoriums Schloss Tegel erfolgte bereits 1910, als sich der niederländische Geiger Alexander Schmuller dort aufhielt.[1]

Das Sanatorium wurde am 11. April 1927 von Ernst Simmel gegründet. Im Konzept des Krankenhauses waren Forschung, Klinik und Ausbildung in einem Haus vereint. Nach der Weltwirtschaftskrise musste das Sanatorium im August 1931 – trotz internationaler Initiativen – schließen. Das Konzept der Klinik war Vorbild der in den USA gegründeten Menninger-Klinik.

Unter anderen hielt sich auch Sigmund Freud hier auf. Zu den Patienten gehörte Prinzessin Alice von Battenberg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrich Schultz, L. M. Hermanns: Das Sanatorium Schloss Tegel Ernst Simmels. Zur Geschichte und Konzeption der ersten Psychoanalytischen Klinik. In: Psychotherapie, Psychosomatik, medizinische Psychologie. Nr. 37, Februar 1987, S. 58–67, ISSN 0937-2032.
  • Ulrich Schultz-Venrath: Ernst Simmels psychoanalytische Klinik „Sanatorium Schloss Tegel GmbH“ (1927–1931) – Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte einer psychoanalytischen Psychosomatik. Hänsel-Hohenhausen, Egelsbach/Frankfurt am Main/Washington 1992, ISBN 3-8267-2081-4 (Mikrofiche-Ausgabe).
  • Christfried Tögel: Freud und Berlin. Aufbau-Taschenbuch-Verlag, Berlin 2006, ISBN 3-7466-2188-7.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Briefe Max Regers an Alexander Schmuller, 14.–23. September 1910 (Nederlands Muziek Instituut, Den Haag)

Koordinaten: 52° 35′ 39,4″ N, 13° 16′ 20″ O