Sankt Salvator (Steinbachtal)

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Die Wallfahrtskirche Sankt Salvator liegt bei Rauenzell im Steinbachwald (Stadt Herrieden, Mittelfranken). Der Steinbachwald bei Rauenzell beherbergt die älteste ehemalige Wallfahrt der Diözese Eichstätt.

Geschichte[Bearbeiten]

  • 1353 Ereignis zur Entstehung der Wallfahrt. Es entstand ein kleiner Bau einer Wallfahrtskapelle im Steinbachwald. Weitere Bauten folgten über die Zeit und die Wallfahrt blühte immer mehr auf. Bis im Jahre 1803 die Säkularisation in Bayern Einzug hielt. Nach einigem Widerstand erlitt die Wallfahrtskirche ein Schicksal, das sie mit vielen kirchlichen Bauten in dieser Zeit teilt.
  • 1806 bis 1807 Schleifung der Kirche durch die Säkularisation: Nun fiel dieser Ort im Steinbachwald in eine Art Dornröschenschlaf. Das fallende Laub tat seinen Teil dazu, dass über die Jahre nichts mehr auf eine ehemaligen Wallfahrtskirche hindeutet. Einzig ein Brunnenrest war sichtlicher Zeuge einstigen christlichen Lebens. Nach 195 Jahren war es durch die Gründung eines Fördervereines möglich, die Überreste der alten Kirche wiederherzustellen bzw. zu rekonstruieren.
  • 9. Juli 2002 Gründung des "Förderverein Sankt Salvator e.V."
  • Herbst 2002 Archäologische Grabungen zur Ortsuche evtl. Grundmauern von St. Salvator. Man fand gut erhaltene Fundamentreste der Wallfahrtskirche und Mauerreste von Vorgängerbauten, die evtl. in einer Zeit vor 1353 entstanden sein könnten.
  • 2003 Rekonstruktion des Brunnenkopfes und die Säuberung des 23 m tiefen Brunnens, der mit Kirchenabbruch 1807 verfüllt wurde.
  • 2004 Fertigstellung der Rekonstruktion der ehemaligen Grundmauern

Der komplette Umriss ist nun wieder in der Waldkulisse für den Waldspaziergänger zu entdecken und für die nächsten Jahrhunderte bewahrt.

Weblinks[Bearbeiten]

49.22710.5513Koordinaten: 49° 13′ 37″ N, 10° 33′ 5″ O