Schaubrote

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Die Schaubrote (hebräisch lechem haPanim (לחם הפנים), Denkbrote, andere Bezeichnung Präsenzbrote), sind 12 ungesäuerte Brotkuchen aus Weizenmehl, nach der Zahl der 12 Stämme Israels. Sie wurden für jeden Sabbat neu bereitet und im Heiligtum der Stiftshütte und des Jerusalemer Tempels auf einem mit Goldblech überzogenen Tisch von Akazienholz, gemeinsam mit Weihrauch, als Opfergabe aufgestellt. Die alten Brote waren Teil der Versorgung der Priester mit Lebensmitteln.

Die Schaubrote galten für Israel als Bundeszeichen, wie etwa auch die Beschneidung und das Halten des Sabbats.

Als Schaubrode (veraltete Schreibweise) wurden früher auch Backwaren bezeichnet, die als Opfergaben auf den Altären der Olympischen Götter im alten Griechenland dargebracht wurden. Die Einführung dieser unblutigen Form des Opfers wird dem sagenhaften attischen König Kekrops zugeschrieben.[1]

Biblische Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Exodus 25,23-30 (Bestimmung für den Tisch der Schaubrote)
  • Levitikus 24,5-6 (Bestimmung zur Zubereitung und Verwendung)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vollmer's Mythologie aller Völker, Stuttgart 1874, unter: Cecrops - Griechische Mythologie (abgerufen: 3. Dezember 2016)

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]