1. Buch der Chronik

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Namen nach dem ÖVBE.
Eingeklammerte Namen folgen der Septuaginta.
Kursiviert: Deuterokanonische Schriften,
in protestantischen Bibeln Apokryphen

Das 1. Buch der Chronik ist ein Buch des Tanach, der hebräischen Bibel bzw. des christlichen Alten Testaments. Seit dem Mittelalter wird es in 29 Kapitel unterteilt. In den Ostkirchen heißt es 1. Buch der Auslassungen (oder der ausgelassenen Dinge, griech. Paralipomenon), weil es viele in den Samuel- und Königsbüchern fehlende Details enthält. Als Entstehungszeit wird die vorhellenistische Epoche angenommen, da Ereignisse vor 516 v. Chr. in der Chronik enthalten sind, griechische Einflüsse jedoch nicht festgestellt werden konnten.

Das Buch besteht aus zwei Teilen. Im kürzeren ersten Teil werden umfangreiche Abstammungs- und Geschlechterlisten der Israeliten und einiger Nachbarvölker gegeben. Der größere zweite Teil des Buches zeigt inhaltlich Parallelen zum 2. Buch Samuel, stellt die Ereignisse aber aus einem etwas anderen Blickwinkel dar; vor allem wird weniger Wert auf die politischen Ereignisse, dafür mehr Wert auf den Kultus und den Aufbau der israelitischen Gesellschaft des geschilderten Zeitraums gelegt. Die Sicht auf die Führungspersonen ist merklich positiver und unkritischer als in den Samuelbüchern. Wegen der vielen Verweise auf den Tempel wird vermutet, dass der Autor selbst dem Tempelkult nahestand und evtl. einer der Tempelsänger war.

Das 2. Buch der Chronik ist eine direkte Fortsetzung, die wohl nur wegen der Unhandlichkeit allzu langer Schriftrollen vom ersten Buch abgetrennt wurde.

Inhalt:

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Weblinks[Bearbeiten]