Schiederweiher

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Schiederweiher
Schiederweiher im Hintergrund Spitzmauer, Brotfall und Großer Priel
Geographische Lage Oberösterreich
Zuflüsse Krumme Steyr
Abfluss Krumme Steyr
Ufernaher Ort Hinterstoder
Daten
Koordinaten 47° 41′ 29″ N, 14° 7′ 45″ OKoordinaten: 47° 41′ 29″ N, 14° 7′ 45″ O
Schiederweiher (Oberösterreich)
Schiederweiher (Oberösterreich)
Höhe über Meeresspiegel 612 m ü. A.
Fläche 2,1 ha[1]
Länge 200 m
Breite 170 m
Maximale Tiefe 1,5 m[2]
Vorlage:Infobox See/Wartung/NACHWEIS-SEEBREITE

Der Schiederweiher ist ein durch Aufstau der Krummen Steyr künstlich angelegter See in der Polsterlucke im Stodertal, Gemeinde Hinterstoder. Der See liegt auf einer Höhe von 612 m ü. A. unterhalb des Großen Priels im Toten Gebirge.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der rund 2 ha große Teich ist etwa 1 bis 1,5 m tief.[2] Der Zufluss erfolgt über einen Stichgraben von der Krummen Steyr, zusätzlich wird er von Quellen in der Teichsohle gespeist.[2] Der Abfluss in die Krumme Steyr wird über ein Holzwehr reguliert.[2]

Der Boden ist von Seekreide bedeckt und mit Armleuchteralgen und Wasserhahnenfuß bewachsen.[2] Am Südufer findet sich ein zusammenhängender Streifen aus Großseggenried,[2] die anderen Ufer sind nur stellenweise mit Röhricht bewachsen, am Westufer schließt eine Feuchtwiese an. Der Teich wird als oligotroph eingestuft.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schiederweiher wurde 1897 bis 1902 vom k.u.k. Hofbaumeister Johann Schieder errichtet. Um die zunehmende Veralgung und Verlandung des Weihers zu beenden, wurde der See 2004/05 durch die Gemeinde Hinterstoder mit Unterstützung des Grundeigentümers, des Herzogs von Württemberg, saniert.[4]

Nach der unter Schonung des Schilfgürtels und der Flachwasserbereiche durchgeführten Sanierung wurde der Fischbestand im See 2005 mit Bachforellen aus der Region, Seesaiblingen, Reinanken, Elritzen, Koppen und Edelkrebsen neu aufgebaut.[4]

2018 wurde der Schiederweiher im TV-Publikumsvoting 9 Plätze – 9 Schätze zum schönsten Platz Österreichs gekürt.[5]

Freizeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der violette Weg der Via Alpina führt am Schiederweiher vorbei zum Prielschutzhaus.
  • Der 20 km lange Flötzersteig führt vom Bahnhof Hinterstoder über den Stromboding-Wasserfall, die Kreidehöhle und den Schiederweiher zum Steyr-Ursprung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schiederweiher – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Digitales Oberösterreichisches Raum-Informations-System (DORIS)
  2. a b c d e f Amt der Oö. Landesregierung, Naturschutzabteilung (Hrsg.): Raumeinheit Steyr-Teichltal (= Natur und Landschaft. Leitbilder für Oberösterreich. Band 34. Überarb. Fassung). Krems und Linz 2007, S. 23 (zobodat.at [PDF; 1,1 MB; abgerufen am 18. November 2021]).
  3. Amt der Oö. Landesregierung (Hrsg.): Naturraumkartierung Oberösterreich. Biotopkartierung Gemeinde Hinterstoder Süd-Ost und Mitte. Endbericht. Kirchdorf an der Krems 2007, S. 66 (zobodat.at [PDF; 9,5 MB]).
  4. a b Schautafel am See, gesehen am 1. Februar 2010.
  5. Schiederweiher ist „schönster Platz“ Österreichs. In: ORF.at, publiziert am 26. Oktober 2018.