Schiffssicherung

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Unter Schiffssicherung versteht man die Gesamtheit von Vorbeugungs- und Abwehrmaßnahmen gegen Gefährdungen von Schiffen und den an Bord befindlichen Menschen.

Begriffsabgrenzung[Bearbeiten]

Allgemeines Verständnis
Unter Schiffssicherung im allgemeinen Sinne versteht man Maßnahmen zur Brand- und Leckabwehr an Bord und zur Rettung im Seenotfall.
Erweiterter Begriff in der Handelsschifffahrt
In der Handelsschifffahrt werden unter Schiffssicherung auch Maßnahmen gegen Bedrohungen durch Piraten, Terroristen und andere kriminelle Aktivitäten verstanden.
Erweiterter Begriff in der Marine
In den Seestreitkräften umfasst Schiffssicherung ein erweitertes Aufgabenspektrum, zu dem die ABC-Abwehr und der schiffstechnische Taucherdienst gehören. Schiffssicherung ist Teil der Schadensabwehr, die alle Maßnahmen des Umgangs mit Gefechtsschäden und den Bordsanitätsdienst einschließt. Ziel ist es, die Einsatzfähigkeit des Schiffes auch im Schadensfall wiederherzustellen und zu erhalten.

Internationale Vorschriften[Bearbeiten]

Für die Handelsschifffahrt bestehen eine Anzahl von internationalen Abkommen über Sicherheitsvorschriften, die durch die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) überwacht werden.

Der 1998 in Kraft getretene ISM-Code hat die Zielsetzung, die Sicherheit auf See zu gewährleisten, Menschen vor Schaden an Leib und Leben zu bewahren sowie Umweltschäden – insbesondere Schäden an der Meeresumwelt – und Schäden an Vermögenswerten zu verhüten. [1] Der ISM-Code legt Standards für den sicheren Schiffsbetrieb einschließlich der Vorsorge für Gefahrensituationen fest.

Das 1974 abgeschlossene Internationale Übereinkommen zum Schutz des menschlichen Lebens auf See (SOLAS) schreibt Sicherheitsmaßnahmen für den Seenotfall vor und regelt die Ausrüstung von Schiffen mit Rettungsmitteln wie Rettungsbooten und Rettungswesten.

Der 2004 in Kraft getretene International Ship and Port Facility Security Code (ISPS) schreibt Maßnahmen für die Sicherheit von Schiffen gegenüber kriminellen und terroristischen Bedrohungen vor.

Das Internationale Übereinkommen über Normen für die Ausbildung, die Erteilung von Befähigungszeugnissen und den Wachdienst von Seeleuten (STCW 95) regelt die Ausbildung von Besatzungsangehörigen einschließlich des Schiffssicherungsdiensts.

Ausbildung[Bearbeiten]

Auf See müssen Schiffsbesatzungen ohne fremde Hilfe zur Schadensabwehr befähigt sein. Deshalb werden alle Besatzungsmitglieder in unterschiedlichem Umfang auf dem Gebiet der Schiffssicherung ausgebildet. Wichtige internationale Standards nach STCW 95 sind die Ausbildung zum Rettungsbootsmann, zum Feuerschutzmann und zum Ship Security Officer (SSO)[2].

Die zentrale Ausbildungsstätte für Schiffssicherung in Deutschland ist das Einsatzausbildungszentrum Schadensabwehr Marine in Neustadt in Holstein. Die am gleichen Ort befindliche Außenstelle für Schiffssicherung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes nutzt die Anlagen der Marine.

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  • Mittel und Methoden der Brandabwehr an Bord
  • Mittel und Methoden der Leckabwehr
  • Mittel und Maßnahmen im Seenotfall

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Verweise[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Damage control – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. ISM-Code, Zf 1.2.1 (PDF-Datei; 849 kB)
  2. Lehrgänge der Außenstelle Schiffssicherung der Wasser und Schifffahrtsverwaltung