Schiffswerft Diedrich

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Schiffswerft Diedrich GmbH
Rechtsform Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Sitz Moormerland, Ortsteil Oldersum
Leitung Jens Schädler

Mitarbeiter

  • über 100 (Ende der 1980er)
  • 80 (1990)
  • etwa 70 (1995)
Branche Schiffbau
Website www.schiffswerft-diedrich.de

Hauptgebäude der Werft
Luftaufnahme der Werft

Die Schiffswerft Diedrich GmbH ist eine Werft mit Sitz im Ortsteil Oldersum der Einheitsgemeinde Moormerland. Die Schwerpunkte des Betriebs liegen vor allem auf Schiffsreparaturen und der Instandhaltung, insbesondere von regionalen Fährschiffen und Fahrzeugen der Wattfahrt. Des Weiteren werden auch Neubauten von Fährschiffen, Watt- und Binnenfahrzeugen und Windparkversorger angeboten. Die Werft verfügt über Schiffbau- und Reparaturhallen sowie über eine Slipanlage für Schiffe bis zu 70 Metern Länge, 14 Metern Breite und einem Tiefgang bis zweieinhalb Metern.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde in den 1930er Jahren von Julius Diedrich als J. Diedrich gegründet und widmete sich zunächst vorwiegend dem Schiffsreparaturbetrieb. Nach dem Zweiten Weltkrieg firmierte das Unternehmen als Schiffswerft Julius Diedrich GmbH und begann in den 1950er Jahren neben den Schiffsreparaturen größere Zahlen an Neubauten von Fährschiffen, Fischereifahrzeugen, Binnenschiffen, Küstenmotorschiffen und Bunkertankern. Nach der Erweiterung des Werfthafensiels im Herbst 1974 begann man auch größere Schiffe bis zu 90 Metern Länge und 14 Metern Breite anzubieten, behielt den Schwerpunkt aber bis heute auf kleinen Spezialschiffen und Einzelbauten. Der Werftbetrieb hatte bis Ende der 1980er Jahre in Spitzenzeiten eine Belegschaft von über 100 Mitarbeitern, 1990 waren noch 80 Personen beschäftigt, 1995 waren es dann noch etwa 70 Beschäftigte. 1998 wurde das Unternehmen insolvent. Von Juni 1998 bis Juni 2000 liquidierten die beiden Inhaber Günter Diedrich und Jens Diedrich das Unternehmen, das im Juni 2000 erneut gegründet wurde und als Schiffswerft Diedrich GmbH & Co. KG firmierte. Ende Mai 2016 wurde das Unternehmen mit neuen Gesellschaftern nochmals als Schiffswerft Diedrich GmbH neu gegründet und wird heute noch mit etwa 20 Beschäftigten fortgeführt.[1]

Neubauten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Werft entstanden bislang über 80 Neubauten. Darunter befinden sich Krabbenkutter, Küstenmotorschiffe, der Tonnenleger Schillig, die Forschungsschiffe Senckenberg und Littorina, die Seebäder- und Fahrgastschiffe Baltrum I, Baltrum III, Baltrum IV, Frisia IX, Frisia X, Frisia XI, Langeoog II, Langeoog III, Langeoog IV, Spiekeroog I, das Inselversorgungsschiff Baltrum II und der Katamaran Wind Force I.

Siehe dazu auch: Bauliste der Schiffswerft Diedrich

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Detlefsen, Gert Uwe: Vom Ewer zum Containerschiff. Die Entwicklung der deutschen Küstenmotorschiffe. Koehlers Verlagsgesellschaft, Herford 1983, ISBN 3-7822-0321-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schiffswerft Diedrich – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eintrag bei handelsregister-online.net

Koordinaten: 53° 19′ 31,3″ N, 7° 20′ 30″ O