Schlacht am Talas

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schlacht am Talas
Datum Juli/August 751
Ort Am Fluss Talas nahe dem heutigen Taras (Kasachstan) im nördlichen Kirgisistan
Ausgang Abbasidischer Sieg
Konfliktparteien

Abbasiden-Kalifat

Chinesen

Befehlshaber

Ziyad ibn Salih

Gao Xianzhi

Truppenstärke
unbekannt unbekannt
Verluste

unbekannt

unbekannt

In der Schlacht am Talas bei Taras siegte das Abbasiden-Kalifat unter General Ziyad ibn Salih 751 über die unter dem koreanischen General Gao Xianzhi wieder nach Transoxanien vorgedrungenen Chinesen (Tang-Dynastie). Der Grund für die chinesische Niederlage war möglicherweise, dass die im chinesischen Heer kämpfenden Hilfstruppen (Karluken, Oghusen) zu den Muslimen überliefen, weil Gao Xianzhi sie mit der selbstherrlichen Enthauptung des Fürsten von Taschkent gegen sich aufgebracht hatte.

Es war eine der Entscheidungsschlachten der Weltgeschichte (wenn auch erst im Nachhinein betrachtet, da die militärische Niederlage an sich weniger schwer wog; zudem fand der Sieg keine große Beachtung bei den zeitgenössischen Chronisten), da der chinesische Einfluss zurückgedrängt wurde und der Islam Eingang bei den Turkvölkern fand und Zentralasien seitdem zur islamischen Welt zählt. Zu den chinesischen Gefangenen zählten Experten der Papierherstellung, die dieses Wissen somit in die islamische Welt gebracht haben sollen (faktisch gab es dort schon einige Jahrzehnte zuvor Papiermühlen, da chinesische Handwerker bereits ansässig waren).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]