Schlacht von Jaquijahuana

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Schlacht von Jaquijahuana
Datum 9. April 1548
Ort nahe Cuzco
Ausgang Entscheidender Sieg des Vizekönigs
Folgen Zusammenbruch der Rebellion
Konfliktparteien

Vizekönigreich Peru

Rebellierende Conquistadoren

Befehlshaber

Pedro de la Gasca
Alonso de Alvarado
Pedro de Valdivia

Gonzalo Pizarro
Francisco de Carvajal


Die Schlacht von Jaquijahuana fand am 9. April 1548 in der Ebene von Jaquijahuana (auch Xaquixaguana oder Sacsahuana), 25 km von Cuzco entfernt statt. Die Truppen des Vizekönigs von Peru, Pedro de la Gasca besiegten die rebellierenden spanischen Konquistadoren um Gonzalo Pizarro, weil große Teile von Pizarros Heer zu ihm überliefen. Pizarro und sein Heerführer Francisco de Carvajal wurden gefangen genommen und am folgenden Tag hingerichtet. Damit war die Zeit der Bürgerkriege beendet, und das Vizekönigreich konnte sich stabilisieren.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Ermordung von Francisco Pizarro 1541 war die Verwaltung des eroberten Inkareiches von den Conquistadoren auf Amtsträger aus Spanien übergegangen. Als der erste Vizekönig, Blasco Núñez Vela, die Neuen Gesetze zum Schutz der Indios kompromisslos durchsetzen wollte, protestierten die Conquistadoren, die als encomenderos zuvor Indianer als Arbeitskräfte zugeteilt bekommen hatten. Für sie war das Land nur in Verbindung mit den Indianern von Wert. Der Protest mündete in eine Rebellion unter der Führung von Francisco Pizarros Bruder Gonzalo, die sich über Peru bis hin nach Panama ausbreitete.

Der spanische König Karl I. setzte daraufhin den Priester und Juristen Pedro de la Gasca als neuen Vizekönig ein und schickte ihn – ohne militärische Unterstützung – nach Südamerika. Diesem gelang es, Stück für Stück die Loyalität der Spanier zunächst in Panama und dann in Lima zu gewinnen. Nachdem Pizarro ein Amnestieangebot ausgeschlagen hatte, kam es 1547 in der Schlacht von Huarina zu einer ersten militärischen Auseinandersetzung, die Pizarro für sich entscheiden konnte. In der Folge sammelte La Gasca aber seine Streitmacht neu, und immer mehr Spanier wechselten auf die Seite des Königs.

Die Schlacht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

La Gasca zog von Jauja aus Pizarro entgegen, der in Cuzco residierte. Nach schwieriger Durchquerung der Apurímac-Schlucht erreichte er weitgehend unbehelligt die Hochebene. Gonzalo Pizarros Armee war zahlenmäßig unterlegen aber besser positioniert: Man lagerte in einem geschützten Tal und hatte das nahe Cuzco als Nachschubbasis. Dennoch verzögerte La Gasca die Schlacht, in der Hoffnung, Pizarros Truppen würden die Fronten wechseln. In der Tat setzten sich schon in der Nacht zwei Offiziere ins königliche Lager ab, und als sich am nächsten Morgen die Heere gegenüberstanden, lösten sich Pizarros Reihen auf. Zunächst wechselte der Oidor Diego Vázquez de Cepeda auf die Seite des Königs, hart verfolgt von Martín de Sicilia, der sein Pferd durchbohrte und Cepeda getötet hätte, wären diesem nicht La Gascas Leute zu Hilfe gekommen. Ihm folgten der angesehene Sebastián Garcilaso de la Vega und weitere Hauptleute mit ihren Männern. Pizarros Heer zerfiel, und es kam nur noch zu wenigen Kampfhandlungen.

Folgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gonzalo Pizarro ergab sich und wurde zum Tode durch Enthaupten verurteilt. Das Urteil wurde am folgenden Tag vollstreckt. Sein Heermeister, Francisco de Carvajal, seiner Grausamkeit wegen als Dämon der Anden gefürchtet, wurde nach der Hinrichtung gevierteilt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Siegfried Huber: Pizarro – Gold, Blut und Visionen. Walter-Verlag, Olten 1978, ISBN 3-530-38581-6, S. 378 ff.

Koordinaten: 13° 28′ 6″ S, 72° 12′ 24″ W