Schleim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Schleim (lat. „mucus“) ist eine zähflüssige organische Absonderung, insbesondere von Schleimhäuten, die üblicherweise dem Schutz der Organoberfläche vor Austrocknung, Fremdpartikeln oder Abrieb dient. Schleim kann auch der Einhüllung und Abkapselung von unerwünschten Fremdkörpern dienen. Strukturbestimmende Hauptbestandteile des Schleims sind die Mucine.

Funktion beim Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mucus überzieht als klebrige Substanz die Epithelien als eine organspezifische, schützende Hülle. Die Dicke des Mucus variiert bei gesunden Menschen je nach Organ, mit Ausnahme des Auges, zwischen 200 und 500 µm.[1]

Der Schleim hat bei verschiedenen Schleimhäuten eine unterschiedliche Schutzfunktion:

Beispiele für die Funktion in der Tierwelt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biofilm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Biofilme mit Bakterien treten mitunter in Form von Schleim auf. In gelagertem Dieselöl, in Abwasserrohren, in der Blumenvase, in einer Höhle mit Methan und Jod als Energiequelle.[2]

Fluidphysik/Rheologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schleime sind typische nichtnewtonsche Flüssigkeiten mit Gel-Charakter, die sich durch energisches Rühren „verflüssigen“ lassen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Muzine auf dem Gebiet der HNO-Heilkunde HNO, 2002, 50(3), 209-216, doi:10.1007/s001060100549.
  2. Birgit Ellinger: Lebender „Alien-Schleim“ entzückt Höhlenforscher welt.de, 7. November 2014, abgerufen 26. November 2016.