Schloss Pesenbach

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schloss Pesenbach

Das Schloss Pesenbach liegt im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Feldkirchen an der Donau im Bezirk Urfahr-Umgebung von Oberösterreich (Pesenbach 1).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1108 wird erstmals der Name Bosenbac erwähnt. Das heutige Schloss war damals ein adeliger Freisitz. Die altbayrische Adelsfamilie Starzhausen war von 1678 bis 1701 Inhaberin des Herrschaftssitzes Schloss Mühllacken und erbaute 1679 den Sitz Pesenbach. Eine Schätzung des Wertes von Pesenbach im Zuge eines Erbverfahrens von 1764 spricht von „dem adeligen Freysitz und Mayrhof Pesenbach (das gebäu Pesenbach sambt dem Mayrhof)“.

Die Linzer Patrizierfamilie Peisser erhielt 1674 das Prädikat „von und zu Werttenau“ und übernahm von 1686 bis 1705 das Schloss Mühldorf sowie 1705 die dazugehörigen Landgüter Schloss Mühllacken und Schloss Pesenbach; am 3. März 1747 ging dieser Herrschaftskomplex durch gerichtliche Sequestration in den Besitz des Stiftes Wilhering über, wo er bis 1857 verblieb. Die Familie Starhemberg besaß im 19. Jahrhundert das Schloss Bergheim sowie den Freisitz Pesenbach. Von diesen erwarb Freiherr Victor von Pereira-Arnstein 1867 den Freisitz Pesenbach. Gut und Dorf Pesenbach waren auch 1896 im Besitz der Freiherren von Pereira-Arnstein.[1] 1899 gehörten die Eigentümer nach dem Schematismus des landtäflichen und Großgrundbesitzes von Oberösterreich zur Kurie der Großgrundbesitzer. Am 7. Oktober 1898 veräußerte Baron Alfons von Pereira-Arnstein den Besitzkomplex an den Grafen Franz zu Eltz und die Gräfin Anna zu Eltz. 1921 kam Almeida Schoenmaker in den Besitz und verkaufte es am 2. Oktober 1924 an Curt und Monika Taxis von Bordogna und Valnigra, die Urgroßeltern des heutigen Eigentümers Roland Taxis-Stieber, der 2000 durch Übergabe von seinem Vater Eigentümer des Schlosses wurde.

Schloss Pesenbach heute[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schlossgebäude ist ein an der Straße liegender einstöckiger Bau. An diesen schließen ehemalige Wirtschaftsgebäude an, die mit dem Schlossgebäude einen Innenhof bilden. Das Schloss wird größtenteils privat genutzt. In einem Teil des Haupttraktes befindet sich ein Film- und Fotostudio sowie ein Designbüro.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Grabherr: Burgen und Schlösser in Oberösterreich. Ein Leitfaden für Burgenwanderer und Heimatfreunde. 3. Auflage. Oberösterreichischer Landesverlag, Linz 1976, ISBN 3-85214-157-5.
  • Georg Grüll: Burgen und Schlösser in Oberösterreich, Band 1: Mühlviertel. Birken-Verlag, Wien 1962.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Freiherrlichen Häuser

Koordinaten: 48° 20′ 53″ N, 14° 4′ 13″ O