Schloss Prötzel

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Schloss Prötzel um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Schloss Prötzel ist ein zweigeschossiger Barockbau in Prötzel (Landkreis Märkisch-Oderland).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Prötzel wurde von 1712 bis 1717 nach Plänen Andreas Schlüters für Paul Anton von Kameke im Barockstil erbaut. 1770 entstand ein Landschaftspark im englischen Stil. 1800 gelangte Prötzel in den Besitz der Freiherren von Eckardstein. Friedrich August Stüler baute das Schloss 1859 um, wobei auch der Garten verändert wurde. 1924 fand der letzte große Umbau im Stil der Zeit statt.

Das Schloss war von August 1943 bis Anfang 1945 Wohnsitz des Nuntius Cesare Orsenigo. Nach der Vertreibung derer von Eckardstein 1945 verfiel das Schloss.

Schloss Prötzel 2008
Schloss Prötzel Mai 2009

Seit 1990 nutzte der Kunstverein Prötzel das Gebäude für seine jährlichen Ausstellungen. Bemühungen, das stark sanierungsbedürftige Gebäude zu restaurieren und dauerhaft einer neuen Nutzung zuzuführen, schlugen lange Zeit fehl. Im August 2007 wurde das Schloss von dem in Hamburg lebenden armenischen Architekten und Bauunternehmer Aram Ekavyan erworben, der zusammen mit seinem Bruder Vagram Ekavyan eine Sanierung des Schlosses und eine anschließende Nutzung als Luxushotel plant.[1] Seit 2011 ist das Schloss Ausrichtungsort des Internationalen Komitas-Festivals, benannt nach dem armenischen Komponisten und Musikwissenschaftler Komitas Vardapet (1869–1935), unter der künstlerischen Leitung von Thomas Buchholz.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Vincenz Czech, Nicola Riedel-Bröcker: Prötzel. In: Herrenhäuser in Brandenburg und der Niederlausitz. Kommentierte Neuausgabe des Ansichtenwerks von Alexander Duncker (1857-1883), Bd. 2, Katalog, hrsg. von Peter-Michael Hahn und Hellmut Lorenz, Nicolai Verlag, Berlin 2000, S. 470-474, ISBN 3-87584-024-0.
  • Dirk Schumann: Prötzel, Andreas Schlüter und die Schloßanlage. In: Brandenburgische Denkmalpflege, Jg. 7, 1998, Heft 2, S. 75-81.
  • Nicola Riedel: Prötzel. Schriftenreihe des Freundeskreis Schlösser und Gärten der Mark in der Deutschen Gesellschaft e.V., hrsg. von S. Badstübner-Gröger, Berlin 1997.
  • Nicola Riedel: Das Herrenhaus in Prötzel - ein Beispiel außergewöhnlicher Barockarchitektur. In: Peter-Michael Hahn und Hellmut Lorenz (Hrsg.): Studien zur barocken Baukultur in Berlin-Brandenburg, Potsdam 1996, S. 57-71.
  • Bruno J. Sobotka (Hrsg.): Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Brandenburg und Berlin. Stuttgart 1993, ISBN 3-8062-1085-3.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schlossanlage Prötzel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.moz.de/index.php/Moz/Article/category/Bad+Freienwalde/id/218792

Koordinaten: 52° 38′ 11″ N, 13° 59′ 20″ O