Prötzel

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Prötzel führt kein Wappen
Prötzel
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Prötzel hervorgehoben
Koordinaten: 52° 38′ N, 13° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Märkisch-Oderland
Amt: Barnim-Oderbruch
Höhe: 90 m ü. NHN
Fläche: 86,1 km²
Einwohner: 998 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 12 Einwohner je km²
Postleitzahl: 15345
Vorwahl: 033436
Kfz-Kennzeichen: MOL, FRW, SEE, SRB
Gemeindeschlüssel: 12 0 64 393
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Freienwalder Straße 48
16269 Wriezen
Bürgermeister: Rudolf Schlothauer
Lage der Gemeinde Prötzel im Landkreis Märkisch-Oderland
Altlandsberg Alt Tucheband Bad Freienwalde Beiersdorf-Freudenberg Bleyen-Genschmar Bliesdorf Buckow Falkenberg Falkenhagen Fichtenhöhe Fredersdorf-Vogelsdorf Garzau-Garzin Golzow Gusow-Platkow Heckelberg-Brunow Höhenland Hoppegarten Küstriner Vorland Lebus Letschin Lietzen Lindendorf Märkische Höhe Müncheberg Neuenhagen bei Berlin Neuhardenberg Neulewin Neutrebbin Oberbarnim Oderaue Petershagen/Eggersdorf Podelzig Prötzel Rehfelde Reichenow-Möglin Reitwein Rüdersdorf bei Berlin Seelow Strausberg Treplin Vierlinden Waldsieversdorf Wriezen Zechin Zeschdorf BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Prötzel ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Märkisch-Oderland in Brandenburg. Sie wird vom Amt Barnim-Oderbruch verwaltet.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Prötzel liegt im waldreichen Oberbarnim, östlich des Gamengrundes. Eine Erhebung ist Der Blumenthal im Prötzeler Forst. Nächstgelegenes Mittelzentrum ist Strausberg.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Prötzel besteht aus den Ortsteilen Harnekop, Prädikow, Prötzel und Sternebeck sowie den bewohnten Gemeindeteilen Biesow, Blumenthal, Kähnsdorf und Stadtstelle.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mittelalter gehörte ein Gut auf der Feldmark Prötzels zum Besitz des Zisterzienserinnen-Klosters Friedland. Die Gemeinde Sternebeck/Harnekop, die am 1. Januar 1967 durch Zusammenschluss aus den gleichnamigen Vorgängergemeinden entstanden ist[2], wurde am 31. Dezember 1997 eingemeindet.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 1 012
1890 989
1910 982
1925 967
1933 803
1939 822
1946 1 029
1950 1 189
1964 1 053
1971 1 024
Jahr Einwohner
1981 895
1985 852
1989 829
1990 812
1991 785
1992 775
1993 815
1994 872
1995 835
1996 890
Jahr Einwohner
1997 1 259
1998 1 271
1999 1 264
2000 1 259
2001 1 275
2002 1 267
2003 1 234
2004 1 232
2005 1 205
2006 1 196
Jahr Einwohner
2007 1 175
2008 1 164
2009 1 143
2010 1 148
2011 1 000
2012 970
2013 963
2014 966

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Prötzel besteht aus 10 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Wählergruppe "Sternebeck/Harnekop" 3 Sitze
  • Wählergemeinschaft "Gemeinde Prötzel" 2 Sitze
  • Wählergemeinschaft "Wählerliste Prädikow" 2 Sitze
  • CDU 2 Sitze
  • SPD 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rudolf Schlothauer (Wählergemeinschaft "Gemeinde Prötzel") wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 76,9 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[7] gewählt.[8]

Dorfkirche Prötzel

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmale in Prötzel stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale. Einige der Baudenkmale werden von der 2012 eröffneten Oberbarnimer Feldsteinroute berührt und auf Informationstafeln erläutert.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jeder Ortsteil verfügt über eine sehenswerte Dorfkirche. Die Kirchen stammen in Harnekop und Prädikow aus dem Mittelalter, während Prötzel eine barocke Dorfkirche hat. Die Kirche in Sternebeck wurde um 1710 erbaut.

In Prötzel steht mit Schloss Prötzel ein zweigeschossiger Barockbau mit angegliedertem Park.

Ein Bauwerk aus der Neuzeit ist der große, zwischen 1971 und 1975 errichtete unterirdische Bunker Harnekop.

Geschichtsdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe dem Gamensee im Gamengrund befindet sich ein im Jahr 1974 errichteter Gedenkstein, der an vier Mitglieder der kommunistischen Widerstandsgruppe um Robert Uhrig erinnert, die sich hier trafen und nach Verrat 1944 ermordet wurden.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden, siehe 1997
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Märkisch-Oderland. S. 30–33
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  7. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  8. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Prötzel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien