Schloss Velen

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Schloss Velen
Schloss Velen um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Das Schloss Velen ist ein Wasserschloss, das zentral im Ortszentrum von Velen im Münsterland steht.

Nachweislich seit 1221 war das Schloss im Besitz der Herren, später Freiherren von Velen. Der Ursprung des heutigen Schlosses geht auf das 14. Jahrhundert zurück. Der Architekt der dreiflügeligen Vorburg war Ambrosius von Oelde. Nach den Plänen von Johann Conrad Schlaun wurde der Südflügel in den Jahren von 1744 und 1745 praktisch neu errichtet. Anna Theresia von Velen (1735–1775) brachte Schloss und Herrschaft an ihren Ehemann Clemens August von Landsberg zu Erwitte, seither sind die Grafen von Landsberg-Velen Eigentümer geblieben.

Ab 1811 wurde das Schloss nach Plänen August Reinkings orientiert am Klassizismus im Auftrag des Grafen Johann Ignaz Franz von Landsberg-Velen umgestaltet. Parallel wurde ein englischer Landschaftsgarten von Maximilian Friedrich Weyhe geplant.[1]

1931 brannte das Schloss komplett aus, wurde aber 1933 bis 1934 nach den alten Plänen, innen jedoch stark verändert,[2] neu errichtet. Im Schlosspark sind Orangerie, Forsthaus, Fasanerie und Tiergarten erhalten. Zwischen 1935 und etwa 1944 wurde das Schloss von einer Zollschule der Reichsfinanzverwaltung belegt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Schloss als Lazarett genutzt, nach dem Krieg auch als Altenheim. Die Zollschule wurde in den 1960er Jahren wiederbelebt.[2]

Von 1988 bis 2018 wurde das Schloss unter der Bezeichnung SportSchloss Velen als Tagungs- und Veranstaltungshotel genutzt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Velen
 Commons: Schloss Velen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Carsten Seick: Studien zu landschaftlichen Gärten und Parks in Westfalen-Lippe unter besonderer Berücksichtigung der Anlagen privater Auftraggeber. Dissertation der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster 1996
  2. a b LWL Geodaten Kultur. Schloss und Tiergarten Velen, abgerufen am: 12. Februar 2016

Koordinaten: 51° 53′ 36″ N, 6° 59′ 1″ O