Schloss Wildenfels

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Schloss Wildenfels von Süden
Der Blaue Salon
Schloss Wildenfels. Sachsen.IMG 6237WI.jpg

Schloss Wildenfels erhebt sich auf einem Bergsporn über der Stadt Wildenfels nahe Zwickau in Sachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloss Wildenfels, Ahnensaal

Die Herren zu Wildenfels begannen noch vor dem Jahr 1200 mit dem Bau ihrer Burg, die zum Sitz der Herrschaft Wildenfels wurde, welche sie von der reichsunmittelbaren Grafschaft Hartenstein zu Lehen nahmen. Nach der Trennung von der Grafschaft im Jahr 1440 war die Herrschaft Wildenfels bis 1706 ein sehr kleines, aber eigenständiges und reichsunmittelbares Reichsafterlehen, das nur die Stadt Wildenfels, zwei Dörfer und sechs Dorfanteile umfasste.

Der älteste Teil der Anlage befindet sich am westlichen Ende der Anhöhe. Er bildete den Palas einer Burg, wurde später aber zum Kornhaus umgebaut. Die übrigen Gebäude, die den Hauptteil des heutigen Schlosses bilden, wurden später errichtet. Vorgelagert befinden sich Wirtschafts-, Wohn- und Verwaltungsgebäude.

Von 1602 bis 1945 befand sich das Schloss im Besitz der Grafen zu Solms-Wildenfels. Sie schufen den vorderen Teil des Schlosses und ließen dort in einem späteren Umbau Wohn- und Repräsentationsräume einrichten. 1945 wurde das Schloss enteignet und Volkseigentum. Seither werden Teile als Wohnraum vermietet.

Seit 1990 wird das Schloss äußerlich grundlegend instand gesetzt. Ein Teil der Gebäude wird für öffentliche Veranstaltungen, Proben, Hochzeiten und weiterhin zum Wohnen genutzt. Der eingetragene Verein Schloss Wildenfels verwaltet die Anlage.

Einzigartig weltweit sind die im Blauen Salon zu besichtigenden Seidentapeten. Sie sind fast 300 Jahre alt und noch im Originalzustand. Nach aufwändiger Restaurierung erstrahlen sie seit Februar 2012 wieder im alten Glanz.

Der vordere und hintere Burghof sind für eine Besichtigung zugänglich.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Bär: Schloß und Herrschaft Wildenfels. in: Glückauf 23(1903), S. 17–26, 33–38, 53–55.
  • Monika Badock: Schloss Wildenfels. in: Erzgebirgische Heimatblätter 27(2005)4, S. 20–22.
  • Theodor Große: Erklärung der Wandgemälde in den beiden Zimmern neben dem Saal im Schlosse zu Wildenfels. Umlauf & Lüder, Leipzig um 1858 (Digitalisat).
  • Heinz Jahn: Schloß Wildenfels. in: Der Heimatfreund für das Erzgebirge 22(1977)3, S. 64–71.
  • Klaus P. Mitlacher: Baualterungspläne für die Burg Wildenfels und Pläne zur städtebaulichen Entwicklung der Stadt Wildenfels für den Zeitraum von 1170 bis zum ausgehenden 18. Jahrhundert. in: Burgenforschung aus Sachsen 13(2000), S. 108–122.
  • Werner Unger: Ein westerzgebirgisches Kleinod: Schloß Wildenfels. in: Glückauf 112(2001)4, S. 79.
  • Kerstin Wagner, Astrid Klinge: Schloss Wildenfels. Schnell Kunstführer 2672, Schnell & Steiner, Regensburg 2007, ISBN 9783795467012.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloss Wildenfels – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 39′ 52″ N, 12° 36′ 13″ O