Schloßplatz (Dresden)

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Schloßplatz
Dresden Stadtwappen.svg
Platz in Dresden
Schloßplatz
Der Schloßplatz mit Theaterplatz im Hintergrund
Basisdaten
Ort Dresden
Ortsteil Innere Altstadt
Angelegt 15. Jahrhundert
Neugestaltet ab 1945
Einmündende Straßen Augustusbrücke, Brühlsche Terrasse, Augustusstraße, Schloßstraße, Chiaveri-Gasse, Theaterplatz
Bauwerke Katholische Hofkirche, Georgentor, Ständehaus
Nutzung
Nutzergruppen Fußverkehr, Radverkehr, Öffentlicher Verkehr, Autoverkehr
Platzgestaltung Friedrich-August-Denkmal

Der Schloßplatz in Dresden gehört zu den historischen Plätzen der Stadt und bildet als Gebäudeensemble eine Sehenswürdigkeit der Altstadt Dresdens. Die den Platz umgebende Bebauung ist weitgehend wiederhergestellt, so dass der Platz seinen ursprünglichen Charakter wieder trägt. Er befindet sich zwischen Elbe und Schloss.

Bebauung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schloßplatz um 1880
Beginn der Augustusstraße mit dem Fürstenzug

Namensgebendes Gebäude ist das Dresdner Residenzschloss, das mit seinem Hauptbau am Platz liegt. Der Georgenbau gehört zu den ältesten Teilen des seit dem 15. Jahrhundert immer wieder erweiterten und umgebauten Gebäudes. Er wurde aber mit dem Georgentor bis 1901 im Stil der Neorenaissance erneuert. Durch das Tor verläuft die Schloßstraße, die den Platz Richtung Altmarkt verbindet. Ebenfalls am Schloßplatz liegt der etwa 100 Meter hohe Hausmannsturm, der höchste Turm der Schlossanlage und Dresdens.

Der Schloßplatz wird vom Theaterplatz nur durch die Katholische Hofkirche getrennt, die den Platz westlich begrenzt. Zwischen Augustusbrücke und Hofkirche gehen die Plätze ineinander über. Die Hofkirche ist auch das einzige Gebäude, das dem Platz einen barocken Charakter gibt. Mit dem Schloss ist die Kirche über eine angebaute Brücke verbunden. Die darunterliegende, bis dahin namenlose Gasse wurde am 22. Mai 2007 nach dem italienischen Architekten Gaetano Chiaveri, der die Hofkirche erbaute, Chiaverigasse getauft.

Am Schloßplatz beginnt auch die Augustusstraße, die durch den Fürstenzug bekannt ist. Vom Platz aus sind Teile des Fürstenzugs erkennbar, da dieser unmittelbar am Platz beginnt. Über die Augustusstraße wird der Platz mit dem Neumarkt verbunden.

Gegenüber der Hofkirche befindet sich das Sächsische Ständehaus, in dem das Oberlandesgericht Dresden sitzt. Hier befand sich bis 1894 das Fürstenbergsche Haus, das für den Neubau des Ständehauses abgetragen wurde. Daran schließt die Treppe zur Brühlschen Terrasse an, die den Platz neben der Auffahrt zur Elbbrücke abschließt.

Denkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Enthüllung des Albert-Denkmals

König-Albert-Denkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein bronzenes Reiterstandbild von Bildhauer Max Baumbach für König Albert von Sachsen wurde vier Jahre nach dessen Tod am 23. April 1906 vor dem Georgenbau eingeweiht und nach 1945 eingeschmolzen. Der Denkmalsockel wurde nach 1990 am ursprünglichen Standort wiederhergestellt.

Friedrich-August-Denkmal[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufsetzen der Figur von Friedrich August I. auf den Sockel

An der Stelle des Albert-Denkmals steht seit dem 29. Mai 2008 eine Skulptur von Ernst Rietschel, die den König Friedrich August I. „den Gerechten“ in sitzender Haltung zeigt. Das in der Kunst- und Glockengießerei Lauchhammer gegossene Denkmal wurde 1843 im Zwinger aufgestellt und geweiht, fand später einen Platz am Japanischen Palais und erhielt auf Bemühen der Stadt, der Sächsischen Akademie der Künste und privater Förderer 2008 seinen endgültigen Platz auf dem Schloßplatz. Zur Weihe am 29. Mai 2008 wurde jene Weih-Hymne gesungen, die Richard Wagner anlässlich der Denkmalsenthüllung 1843 komponiert hatte.

Napoleonstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Napoleonstein (Lage)

Vor dem Haupteingang der Hofkirche ist ein Pflasterstein mit einem N markiert. Der Pflasterstein zeigt den Ort an, an dem Napoleon Bonaparte am 26. August 1813 gestanden haben soll. An diesem Tag nahm er die Truppenparade vor der Schlacht von Dresden ab.

Stolperstein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vor dem Haupteingang der Katholischen Hofkirche wurde zum Gedenken an den sorbischen Kaplan Alojs Andritzki am 11. Juni 2011 – zwei Tage vor dessen Seligsprechung – ein Stolperstein gesetzt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Über den Theaterplatz und die Augustusbrücke verläuft gemäßigter Durchgangsverkehr, und es verkehren drei Straßenbahnlinien. Der Hauptteil des Platzes ist verkehrsberuhigt und über Poller vom Durchgangsverkehr abgegrenzt. Straßenbahnhaltestellen befinden sich unweit entfernt am Theaterplatz. Durch das Georgentor hindurch läuft die Hauptachse des Fußgänger- und Radverkehrs, die später noch durch Altmarkt, Prager Straße und Wiener Platz sowie Hauptstraße und Albertplatz größtenteils als Fußgängerzone gebildet wird.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben dem Theaterplatz wird der Schloßplatz für politische Veranstaltungen im Wahlkampf genutzt. Da die enge Bebauung sehr viel Nachhall verursacht, finden Konzerte eher auf dem Theaterplatz statt, der wesentlich weitläufiger ist und so eine bessere Akustik hat.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schloßplatz, Dresden – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 51° 3′ 13″ N, 13° 44′ 18″ O