Schmidt-Gruppe (Spielautomaten)

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Die Schmidt-Gruppe ist eine deutsche Unternehmensgruppe, die Casinos mit Geldspielautomaten betreibt. Hauptsitz der Gruppe ist Coesfeld in Nordrhein-Westfalen.

Bei einem Jahresumsatz von rund 290 Millionen Euro und mehr als 1800 Mitarbeitern[1] betreibt das Unternehmen etwa 180 Spielhallen. Nach den Branchenführern Gauselmann und Löwen-Play ist die Schmidt-Gruppe der drittgrößte Betreiber von Automatencasinos.

Im Jahr 2008 übernahm die Schmidt-Gruppe den Berliner Automaten-Hersteller Bally Wulff. Bally Wulff beschäftigt rund 220 Mitarbeiter und erwirtschaftet 50 Millionen Euro.

Seniorchef ist Ulrich Schmidt, der zeitweise Mitarbeiter der Gauselmann-Gruppe war. Mitte der achtziger Jahre machte er sich selbständig. Geschäftsführer ist jetzt sein Sohn Arne Schmidt.

Nach Angaben von Ulrich und Arne Schmidt liegt ein Schutz der Spieler gegen Spielsucht im Interesse des Unternehmens, Spielsüchtige vertrieben die anderen Gäste. Im Jahr 2007 habe die Gruppe ein Präventionskonzept für Spielsüchtige eingeführt und die Servicemitarbeiter geschult, der Spielsucht Verdächtige anzusprechen. Im Jahr 2011 habe es etwa einhundert Vermittlungsgespräche gegeben.[1]

Sponsoring[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schmidt-Gruppe ist als Sponsor für regionale und nationale Handballmannschaften aktiv; seit 2010 ist sie Haupt-Sponsor der deutschen Frauen-Nationalmannschaft im Handball.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Vgl. Helmut Bünder: Spielsucht vertreibt die anderen Gäste. Geldspielautomaten waren lange ein Wachstumsgeschäft. Jetzt fürchten die Unternehmen schärfere Gesetze. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. Oktober 2011, Seite 19 (pdf; 637 kB).
  2. siehe http://www.schmidtgruppe.de/sponsoring/handball/nationalmannschaft, Presse-Info von 2010