Schwarzwasser (Preßnitz)

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Schwarzwasser
Das Wehr unter Kovářská

Das Wehr unter Kovářská

Daten
Lage Tschechien; Sachsen, Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Preßnitz → Zschopau → Freiberger Mulde → Mulde → Elbe → Nordsee
Quellgebiet bei Stolzenhain
50° 24′ 5″ N, 13° 0′ 36″ O
Quellhöhe ca. 960 m ü. NHN
Mündung Schmalzgrube in die PreßnitzKoordinaten: 50° 31′ 49″ N, 13° 7′ 48″ O
50° 31′ 49″ N, 13° 7′ 48″ O
Mündungshöhe ca. 595 m ü. NHN
Höhenunterschied ca. 365 m
Abfluss am Pegel Jöhstadt 1[1]
AEo: 35,9 km²
Lage: 5,2 km oberhalb der Mündung
NNQ (12.05.1981)
MNQ 1968/2005
MQ 1968/2005
Mq 1968/2005
MHQ 1968/2005
HHQ (12.08.2002)
30 l/s
70 l/s
402 l/s
11,2 l/(s km²)
6,95 m³/s
27,7 m³/s

Das Schwarzwasser (tschechisch Černá Voda) ist ein linker Nebenfluss der Preßnitz in Sachsen und Tschechien.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schwarzwasser entspringt im böhmischen Erzgebirge südöstlich von Háj und fließt in nordöstliche Richtung.

Im Tal des Schwarzwassers erstreckt sich der alte Bergort Kovářská. Unterhalb der Stadt wird durch eine Überleitung Wasser der Talsperre Preßnitz zugeführt. Am weiteren Flusslauf liegt der Ort Černý Potok (deutsch: Pleil-Sorgenthal), bevor das Schwarzwasser die Landesgrenze zu Sachsen überschreitet.

Auf sächsischer Seite liegen am Fluss noch die Bereiche der zu Jöhstadt gehörigen Orte Dürrenberg und Schlössel, die jedoch trotz entsprechender umgangssprachlicher Bezeichnung keine Ortsteile von Jöhstadt sind, ehe das Schwarzwasser im Jöhstädter Ortsteil Schmalzgrube in die Preßnitz mündet.

Zwischen der Landesgrenze Böhmen-Sachsen (zwischen 1894 und 1963), jetzt ab Ortsbereich Dürrenberg und der Einmündung des Schwarzwassers in die Preßnitz verläuft die Preßnitztalbahn etwa 4 Kilometer direkt parallel zum Flusslauf und überquert diesen insgesamt viermal.

Hochwasser[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Abendstunden des 20. Juli 1955 kam es im Fichtelberggebiet zu einem Starkregen, der ein schweres Hochwasser im Schwarzwassertal verursachte. In der zwei Meter hohen Flutwelle starben sieben Menschen, der Verkehr auf der Preßnitztalbahn war aufgrund der Beschädigungen am Bahnkörper für vier Wochen unterbrochen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hydrologisches Handbuch. Teil 3 – Gewässerkundliche Hauptwerte. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 57, abgerufen am 30. Dezember 2012 (PDF; 637 kB).