Sendefrequenz

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Die Sendefrequenz ist ein physikalisch-technisches Merkmal für die drahtlose Nachrichtenübertragung, wie sie für Rundfunk, Sprechfunk, Mobil-Telefon, WLAN und auch über Satellit benutzt wird. Wesentlich dabei ist, dass im Sender ein Schwingkreis arbeitet, der eine elektrische Schwingung erzeugt, die, über eine Antenne abgestrahlt, sich als elektromagnetische Wellen durch die Luft oder den leeren Raum kugelförmig mit Lichtgeschwindigkeit ausbreiten und, je nach Frequenz, auch Mauern durchdringt und sich der Erdkrümmung anpasst und somit eine große Reichweite hat.

Jeder Empfänger hat einen entsprechenden Schwingkreis abgestimmt auf die gewünschte Frequenz, der durch die gesendete Welle zum Mitschwingen angeregt wird; das Signal dieser Schwingung wird dann verstärkt und aufbereitet, so dass das ursprüngliche Nutzsignal wiederhergestellt und z. B. als Sprache oder Musik hörbar wird.

Durch die unterschiedlichen Schwingungszahlen pro Sekunde können getrennte Signalflüsse verwirklicht werden, die einander nicht stören. Da jedoch durch die mehr oder weniger kugelförmige Ausbreitung (je nach Frequenz, Antennenform und Sendeleistung) der gesamte Raum von der Schwingung erfüllt ist, können auf derselben Frequenz nicht verschiedene Signalflüsse eingerichtet werden, ohne dass sie einander stören würden. Da jede modulierte Sendefrequenz von Signalen benachbart zu ihr umgeben ist, sie also eine Bandbreite belegt, können Frequenzen nicht beliebig eng aneinander gelegt werden, wenn sie sich nicht stören sollen.

Daher lassen sich die nutzbaren Frequenzen nicht beliebig vermehren und sind demzufolge begehrt und umstritten sind. Faustregel ist, dass eine Nutzfrequenz die Bandbreite von 20 kHz entsprechend dem Frequenzumfang unserer Sprache hat. Demzufolge lassen sich in den z. B. zwischen 1 und 1,1 GHz 1000-mal so viele Nutzsignale unterbringen wie zwischen 1 und 1,1 MHz.

Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sendefrequenzen werden durch staatliche Bestimmungen und internationale Vereinbarungen verwaltet. In Deutschland verwaltete bis etwa 1990 die Deutsche Bundespost die Frequenzzuteilungen und legte die Kriterien für Prüfung und Überwachung (z. B. für den Amateurfunk) von Sendegeräten samt Sendeantennen und von Funkern fest.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frequenzband

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

WiktionaryWiktionary: Sendefrequenz – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Tabelle der Sendefrequenzen UKW & TV