Sergio Massa

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Sergio Massa

Sergio Massa (* 28. April 1972 in Buenos Aires) ist ein argentinischer Politiker und derzeit Bürgermeister der Stadt Tigre sowie Mitglied des Abgeordnetenhauses. Von Juli 2008 bis Juli 2009 war er Kabinettsminister unter Cristina Fernández de Kirchner. Seit 2013 führt er die peronistisch ausgerichtete Partei Frente Renovador an.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sergio Massa studierte Jura an der Universität Belgrano, verließ diese aber ohne Abschluss. Er heiratete anschließend Malena Galmarini, Tochter von Fernando Galmarini, ehemaliger Sportminister Argentiniens unter Präsident Carlos Menem. Ab Januar 2002 war er Leiter der argentinischen Sozialversicherung. Dort beförderte er den heutigen Vizepräsidenten des Landes Amado Boudou zum Finanzdirektor der Sozialversicherung.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Wahlen 2005 errang Massa auf der Liste der Frente para la Victoria des damaligen Präsidenten Nestor Kirchner einen Sitz im Abgeordnetenhaus. Auf Bitten des Präsidenten verzichtete er aber auf diesen Sitz, um Leiter der Sozialversicherung bleiben zu können.

Am 10. Dezember 2007 wurde Massa zum Bürgermeister von Tigre gewählt.

Nach einer Abstimmungsniederlage im Juli 2008 entließ Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner ihren Kabinettschef Alberto Fernández und gab diesen Posten an Sergio Massa.[1] Dieser musste dafür sein Amt als Bürgermeister ruhen lassen. Nach den – für die Frente para la Victoria enttäuschend verlaufenen – Zwischenwahlen im Juli 2009 trat Massa als Kabinettschef zurück und arbeitete fortan wieder als Bürgermeister von Tigre.[2]

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus 2013 trat Massa mit seiner eigenen Liste Frente Renovador an. Auf Anhieb gelang es ihm dabei in der größten Provinz des Landes – Buenos Aires – die meisten Stimmen zu erringen.[3] Er blieb Abgeordneter bis 2017. Bei den Präsidentschaftswahlen 2015 trat er für das neu gegründete Bündnis Una nueva Alternativa an und holte im ersten Wahlgang 21,4 % der Stimmen. Als Drittplatzierter hinter Daniel Scioli und Mauricio Macri erreichte er damit nicht die Stichwahl.

2017 kandidierte er erfolglos für einen Posten im Senat.[4] 2019 beschloss er sich mit der Frente Renovador dem Wahlbündnis Frente de Todos anzuschließen und die letztendlich siegreiche Kandidatur von Alberto Fernández und Cristina Fernández zu unterstützen.[5]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Argentine president appoints new chief of cabinet. Xinhua. Abgerufen am 8. November 2013.
  2. Members of Cabinet Are Replaced in Argentina. New York Times. Abgerufen am 8. November 2013.
  3. Wahl in Argentinien: Niederlage für Kirchner-Regierung. Frankfurter Allgemeine Zeitung. Abgerufen am 8. November 2013.
  4. 22 De Octubre De 2017: Sergio Massa terminó tercero en Tigre y San Fernando. Abgerufen am 22. Juni 2019 (european Spanish).
  5. Fernández acordó con Sergio Massa, sin descartar internas. Abgerufen am 24. Oktober 2019.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]