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Sergio Rubini

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Sergio Rubini, 2008

Sergio Rubini (* 21. Dezember 1959 in Grumo Appula) ist ein italienischer Schauspieler, Regisseur und Drehbuchautor. Er war viele Jahre mit der Schauspielerin Margherita Buy, die zu den profiliertesten Darstellerinnen des italienischen Kinos gehört, verheiratet.

Rubini wuchs in Apulien auf. Sein Vater war nach Treccani im Eisenbahndienst tätig, und über dessen Theaterleidenschaft kam Rubini früh mit der Schauspielerei in Berührung. Im Alter von 18 Jahren zog er nach Rom und besuchte die Accademia Nazionale d’Arte Drammatica "Silvio D’Amico", die er nach zwei Jahren verließ, um praktisch zu arbeiten, unter anderem mit Theaterregisseuren wie Antonio Calenda, Ennio Coltorti und Gabriele Lavia.[1]

Schauspielkarriere

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Ab Mitte der 1980er Jahre wandte sich Rubini verstärkt dem Film zu. Den wichtigen Karriereschritt macht er 1987, als Federico Fellini ihn in Intervista besetzte. In der Folge arbeitete Rubini regelmäßig im italienischen Kino und spielte in Filmen unterschiedlicher Genres, häufig in Rollen von "Außenseitern" oder Figuren in persönlichen Konfliktlagen.

Rubini tritt neben seinem Engagements im italienischen Autoren- und Mainstreamkino auch in internationalen Produktionen auf, darunter in Filmen von Anthony Minghella und Mel Gibson.[2]

Regie- und Drehbucharbeit

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Rubinis Regiedebüt La stazione (1990) basiert auf einer Theaterarbeit von Umberto Marino und spielt in einer apulischen Provinzumgebung. Das Projekt gilt als Startpunkt seiner Regiearbeit.[3]

Als Regisseur entwickelte Rubini anschließend ein Profil mit Stoffen, die häufig in Süditalien verankert sind und intime, familiäre oder sozial geprägte Konflikte erzählen. Zu seinen Regiearbeiten zählen unter anderem La bionda (1993), Prestazione straordinaria (1994), Il viaggio della sposa (1997), Tutto l’amore che c’è (2000), L’anima gemella (2002), La terra (2006), L’uomo nero (2009), Mi rifaccio vivo (2013), Dobbiamo parlare (2015) und Il grande spirito (2018/2019).[4]

Für sein Regiedebüt La stazione erhielt Rubini den David di Donatello sowie den Nastro d’Argento (jeweils als Auszeichnung für das Regiedebüt). RAI Cultura und Italy for Movies nennen den Film außerdem im Zusammenhang mit weiteren nationalen Preisen und einer Festivalauswertung in Venedig.[5]

Filmografie (Auswahl)

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Einzelnachweise

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  1. RUBINI, Sergio - Enciclopedia. Abgerufen am 19. Dezember 2025 (italienisch).
  2. Rubini, Sergio - Enciclopedia. Abgerufen am 19. Dezember 2025 (italienisch).
  3. "La stazione" di Sergio Rubini - Cinema. Abgerufen am 19. Dezember 2025 (italienisch).
  4. Sergio Rubini. Abgerufen am 19. Dezember 2025.
  5. La stazione | Le location del film su Italy for Movies. Abgerufen am 19. Dezember 2025 (italienisch).