Shell (Betriebssystem)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

In der Informatik wird als Shell die Software bezeichnet, mittels derer ein Benutzer mit einem Betriebssystem interagiert – eine Mensch-Maschine-Schnittstelle. Während Kernel den Kern eines Betriebssystems bezeichnet, ist die Shell (englisch für „Schale“, „Hülle“ oder „Außenhaut“) anschaulich dessen Außenschicht und damit Schnittstelle (englisch Interface) zum Benutzer.

Unterteilung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Shells arbeiten in der Regel entweder

abhängig von Art und Zweck des Betriebssystems.

Zeilenweise arbeitende Shells[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Terminalemulation (Bildausschnitt)
Terminalemulation (Bildausschnitt)

Eine zeilenweise Text verarbeitende Shell – hier Textshell genannt – stellt dem Benutzer eine Arbeitsumgebung zur Text-Eingabe und -Ausgabe mit einer sogenannten Befehlszeile (englisch command line) bereit, in die er Befehle (englisch commands) eingibt, die von der Textshell interpretiert werden. Textshells werden vornehmlich von erfahrenen Benutzern verwendet, da Befehle bekannt sein müssen. Dies sind primär sogenannte Unix-Shells (Bash, TENEX-C-Shell, Z shell etc.) als elementarer Bestandteil von Unix- und ähnlichen Systemen. Windows hat eine einfache Eingabeaufforderung sowie die neuere und funktionsreichere PowerShell, es kann inzwischen auch Bash benutzt werden. Derlei Textshells liefern meist ihre eigene Skriptsprache mit.

Grafische Shells[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mauszeiger „pointer“ und „hand“

Eine grafische Shell stellt eine Umgebung mit einer grafischen Schnittstelle zur Benutzung bereit, die als Benutzeroberfläche bezeichnet wird. „Auf“ dieser zweidimensionalen Oberfläche sind Bedienungs- bzw. Steuerelemente mit Symbolen oder Textbeschriftungen zu finden, die bevorzugt eine dreidimensionale Tiefe anhand visueller Effekte suggeriert – beispielsweise scheinen Fenster übereinander zu liegen oder eine Schaltfläche wirkt erhaben, und beim Auslösen wird sie augenscheinlich eingedrückt. So ist ein Betriebssystem einfacher zugänglich, da Funktionen, Routinen oder Unterprogramme mittels Mausklick oder Fingertipp auf ein Element aufgerufen werden können. Desktop-Umgebungen bei Personalcomputern sowie die Umgebungen von Smartphones und modernen Fernsehern beispielsweise bilden grafische Shells. Oft kann eine Terminalemulation benutzt werden, die eine Textshell bereitstellt (z. B. Bash, PowerShell etc.).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jörg R. Mühlbacher: Betriebssysteme. Grundlagen. Univ.-Verl. Trauner, Linz 2009. ISBN 3-85499-591-1

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]