Sibirische Fetthenne

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Sibirische Fetthenne

Sibirische Fetthenne (Phedimus hybridus)

Systematik
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Unterfamilie: Sempervivoideae
Tribus: Sedeae
Gattung: Phedimus
Art: Sibirische Fetthenne
Wissenschaftlicher Name
Phedimus hybridus
(L.) ’t Hart

Die Sibirische Fetthenne (Phedimus hybridus (L.) 't Hart, Syn.: Sedum hybridum L.), auch Sibirische Asienfetthenne oder Bergsteppen-Glanzfetthenne genannt[1], ist eine Pflanzenart, die zur Pflanzengattung Phedimus innerhalb der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae) gehört und früher zur Gattung der Fetthennen (Sedum) gezählt wurde.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blütenstand

Vegetative Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sibirische Fetthenne ist eine immergrüne, ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 15 bis 20 Zentimetern erreicht. Sie bildet „Legtrieb-Rasen“. Die Pflanze überwintert mit gescheckten, schopfblättrigen Trieben. Die wechselständigen Laubblätter sind bei einer Länge von etwa 2,5 Zentimetern sowie einer Breite von etwa 1,2 Zentimetern eilanzettlich bis spatelig.

Generativ Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blütezeit reicht von Mai bis August. In einem Blütenstand stehen die Blüten zusammen.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 64.[2]

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sibirische Fetthenne ist in Sibirien und Zentralasien verbreitet. Die Sibirische Fetthenne ist in Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Tschechien, Dänemark[1]), Nord- und Westeuropa und Nordamerika ein Neophyt. In Deutschland kommt sie verwildert vor in Bayern, Hessen (Münden), Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, bei Bochum und bei Tangerhütte.[1] Die Sibirische Fetthenne gedeiht in Fels-Ritzen, auf Bergsteppen und auf steinigen und kiesigen Böden.

Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 2w+ (mäßig trocken aber stark wechselnd), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 4 (neutral bis basisch), Temperaturzahl T = 4 (kollin), Nährstoffzahl N = 3 (mäßig nährstoffarn bis mäßig nährstoffreich), Kontinentalitätszahl K = 4 (subkontinental).[3]

Taxonomie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1753 unter dem Namen (Basionym) Sedum hybridum durch Carl von Linné in Species Plantarum, Tomus I, S. 431. Die Neukombination zu Phedimus hybridus (L.) 't Hart wurde 1995 durch Henk 't Hart in H.'t Hart und Urs Eggli (Hrsg.): Evolution and Systematics of the Crassulaceae S. 168 veröffentlicht.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sibirische Fetthenne wird selten als Zierpflanze in Steingärten und Rabatten genutzt. Sie ist seit spätestens 1769 in Kultur. Es gibt die Sorte ‘Immergrünchen’.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin Heidelberg 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Michael Koltzenburg: Phedimus. In: Schmeil-Fitschen: Die Flora Deutschlands und angrenzender Länder. 98. Auflage. Verlag Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2024, ISBN 978-3-494-01943-7. S. 361.
  2. Sedum hybridum bei Tropicos.org. In: IPCN Chromosome Reports. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  3. Sedum hybridum L. In: Info Flora, dem nationalen Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flora. Abgerufen am 17. Mai 2022.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sibirische Fetthenne (Phedimus hybridus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien