Siegfried Kiesskalt

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Siegfried Kiesskalt (* 5. Mai 1897 in Nürnberg; † 13. September 1977) war ein deutscher Verfahrenstechniker.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kiesskalt studierte Maschinenbau an der TH München, an der er 1922 sein Diplom ablegte. Es folgte eine Anstellung als Ingenieur bei MAN und Leistritz in Nürnberg. Im Jahre 1924 ging er an die TH Karlsruhe als Assistent am Maschinenlaboratorium und promovierte 1926. Nach einer fast 20-jährigen industriellen Tätigkeit, zunächst für kurze Zeit bei der Deutschen Shell, später bei Hoechst und einer fünfjährigen Selbständigkeit als Inhaber eines Ingenieurbüros bekam er 1951 einen Lehrauftrag an der TH Braunschweig. Im Jahre 1957 nahm er einen Ruf an die RWTH Aachen an und baute das Institut für Verfahrenstechnik auf.

Kiesskalt prägte neben Emil Kirschbaum die Entwicklung der Verfahrenstechnik in Deutschland nachhaltig mit und erhielt zahlreiche Preise und Auszeichnungen. Unter anderem wurde ihm die DECHEMA-Medaille verliehen sowie der VDI-Ehrenring in Gold. Er war Mitglied in zahlreichen wissenschaftlich-technischen Vereinigungen und u. a. Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rates der Arbeitsgemeinschaft Industrielle Forschung (AIF).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verfahrenstechnik, von Siegfried Kiesskalt, 202 Seiten, Hanser, 1958
  • August Ludwig Degener, Walter Habel: Wer ist wer? Das deutsche Who's Who. Bd. 16. Arani, Berlin 1970 ISBN 3-7605-2007-3 S. 621.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]