Silikatgestein

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Silikatgesteine sind die häufigsten Gesteine der Erdkruste. Sie bestehen überwiegend aus harten Silikaten wie Feldspaten, Quarzen, Amphibol, Pyroxen, Olivin oder Foiden. Der Gegensatz zu Silikatgesteinen sind Karbonatgesteine.

Während die Geologen statt des Gesteinsbegriffs eher sein Äquivalent Silikatminerale verwenden, wird er in der Bautechnik häufig verwendet. Die Baupraxis spricht auch – wenngleich nicht ganz korrekt – von „Hartgesteinen“.

Nach den mineralischen Hauptbestandteilen wird oft zwischen hellen und dunklen Eruptiv- bzw. Tiefengesteinen unterschieden. Zu ersteren gehören Quarz, Feldspate und Feldspatvertreter, die auch felsische Minerale genannt werden. Dunkle oder mafische Bestandteile von Silikatgesteinen sind hingegen Pyroxene, Amphibole und Olivine; in metamorphen Gesteinen kommt als dunkler Gemengteil oft auch Biotit-Glimmer dazu.

Die detaillierte Benennung der Silikatgesteine richtet sich meist nach dem Mengenverhältnis der beteiligten Minerale, in geringerem Maße nach ihrem Chemismus, der außer beim Quarz in gewissen Grenzen schwankt. Weitere Unterscheidungsmerkmale sind das Gefüge (z. B. Schieferung), die Textur und die vorherrschende Korngröße, in geringerem Maße die Färbung und Beimengungen (akzessorische Minerale).

Schichtsilikate konnten zudem auf dem Jupitermond Europa nachgewiesen werden. Vermutlich stammen sie von Einschlägen im flachen Winkel auf die Oberfläche.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Kosmos-Steinführer. Minerale, Gesteine, Fossilien (Abschnitt "Gesteine", p.146ff). 4. Auflage, 320 p., Kosmos-Verlag, Stuttgart 1980

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.jpl.nasa.gov/news/news.php?release=2013-362 JPL:Clay-Like Minerals Found on Icy Crust of Europa, Datum: 11. Dezember 2013, Abgerufen: 9. Januar 2014