Silver Apples

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Silver Apples
Simeon 2016
Simeon 2016
Allgemeine Informationen
Herkunft New York City, Vereinigte Staaten
Genre(s) Elektronische Musik,
Psychedelic Rock, Space Rock, Avantgarde, Elektropop
Gründung 1967
Auflösung 1970, 1999
Neugründung 1996, 2006
Website silverapples.com
Gründungsmitglieder
Simeon Oliver Coxe
Dan Taylor († 2005)
Aktuelle Besetzung
Simeon Oliver Coxe
Ehemalige Mitglieder
Xian Hawkins (1996–1999)
Michael Lerner (1996–1999)

Die Silver Apples waren ein 1967 gegründetes New Yorker Space-Rock-Duo, das hauptsächlich mit elektronischer Unterhaltungsmusik bekannt geworden ist und bis heute einen Kultstatus in manchen Musikszenen genießt.[1] Gründungsmitglieder waren Dan Taylor (Schlagzeug) und Simeon Coxe, der einen selbstgebauten Synthesizer bediente. Die Band benannte sich wahrscheinlich nach Morton Subotnicks Synthesizer-Komposition Silver Apples of the Moon (1967). Seit 2006 ist Silver Apples das Soloprojekt von Simeon Oliver Coxe (* 1938).

Bandgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Simeon 2008

Das erste Album (s/t) erschien 1968 auf KAPP Records und behauptete sich zehn Wochen lang in der Top-100-Liste des Billboard Magazines. Das zweite Album, Contact, erschien 1969. Nachdem das Plattenlabel sich vom Markt verabschiedet hatte, wurde ein drittes Album, das 1970 aufgenommen wurde, nicht veröffentlicht. Danach löste sich die Band zunächst auf, bis 1994 ein deutsches Label (TRC) ein CD-Bootleg der ersten beiden LPs mit Poster wiederveröffentlichte. Seitdem haben zahlreiche Musiker weltweit Coverversionen der Band gespielt oder die Silver Apples gesamplet, auch kamen Tributalben auf den Markt. 1996 trafen die Silver Apples wieder zusammen, um mit Freunden und Fans neue Stücke aufzunehmen und zu spielen. Einige der anschließenden Veröffentlichungen enthielten den ersten Silver Apples Song seit 26 Jahren, Fractal Flow. 1997 traten die Silver Apples zum ersten Mal wieder unter ihrem Namen auf, allerdings noch ohne Dan Taylor. Bei dem Konzert in der Knitting Factory sollen zahlreiche Prominente zugegen gewesen sein.[2] Die Presse ließ es an eindeutigen Kritiken nicht fehlen:

  • „The Gods of Space Rock re-emerge!“ Now Magazine
  • „A timely return by the late 60's technorock genius Simeon“ The Village Voice
  • „Silver Apples... a beautiful and mysterious artifact.“ The New York Times
  • „Simple weird magic. It's pop from outer space.“ New York Post
  • „Wielding the handle of a homemade oscillator like a whammy bar, Simeon, the King of Plug, drove his ensemble of brushcut technoids like Mad Max conducting Kraftwerk.“ Rolling Stone Magazine

1997 spielte die Band im Frühling eine ausgedehnte Tour durch die Vereinigten Staaten, im Sommer eine Europa- und im Herbst eine Japantour. Ebenfalls 1997 erschien die neue CD, Beacon, die zusammen mit Steve Albini aufgenommen wurde auf dem bandeigenen Label Whirlybird Records. 1998 erschien Decatur. Ebenfalls 1998 kam Dan Taylor wieder zur Band dazu. The Garden wurde veröffentlicht, dabei handelte es sich um wiederentdeckte Einspielungen für das verloren geglaubte dritte Album (1970). Ebenfalls 1998 erschien Beacon remixed, Remixe der Aufnahmen mit Steve Albini.

Nach einem Autounfall wurde Simeon schwer verletzt und fiel für fast zwei Jahre aus. Trotz teilweiser Lähmung erschien 1999 unter dem Namen Simeon & The Alchemysts eine CD zusammen mit der britischen Band Alchemysts (Woronzow Records, Rubric Records). Weitere Soloperformances folgten. 2005 starb Dan Taylor in Kingston, New York, mit 56 Jahren. Simeon Cox hat als Solomusiker den Drumsound Dan Taylors nach eigenen Aussagen elektronisch reproduziert.[3]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1968: Silver Apples (Kapp Records) (1997 rereleased)
  • 1969: Contact (Kapp Records) (1997 rereleased)
  • 1998: Beacon (Whirlybird)
  • 1970/1998: The Garden (Whirlybird)
  • 1998: Decatur (Whirlybird)
  • 2016: Clinging To A Dream (ChickenCoop Recordings)

Remixalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1998: Beacon Remixed (Whirlybird Records)
  • 2000: Remixes (3rd Stone)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1968: Oscillations / Whirly Bird (7"Single) (Kapp Records)
  • 1969: You and I / I Have Known Love (7"Single) (Kapp Records)
  • 1996: Fractal Flow / Lovefingers (7"Single) (Enraptured)
  • 1997: Fractal Flow / Lovefingers (CD) (Whirlybird Records)
  • 1998: A Lake of Teardrops (mit Spectrum) (CD) (Space Age Recordings)
  • 2007: I Don't Know (mit One Cut Kill) (7" Split Single) (Gifted Children Records)
  • 2012: The Edge Of Wonder (7") (Enraptured)
  • 2014: Missin You (Enraptured)
  • 2016: The Edge Of Wonder (CD) (ChickenCoop Recordings)
  • 2016: Vitamin C / Lovefingers (mit Can) (7") (Galaxy Sound Co.)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2008: Gremlins (Gifted Children Records)

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1997: Silver Apples (MCA Records)
  • 2008: Selections from the Early Sessions (ChickenCoop Recordings)

Tributalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996: A Tribute to the Silver Apples (7" EP) (Enraptured) (10 Bands Tribut)
  • 1996: A Tribute to the Silver Apples (10" EP) (Enraptured) (11 Bands Tribut)
  • 1996: A Tribute to the Silver Apples (CD) (Enraptured) (11 Bands Tribut)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. The Wire's "100 Records That Set The World On Fire (While No One Was Listening)"
  2. http://www.silverapples.com/
  3. http://www.silverapples.com/band%20history2.txt

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Silver Apples – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • [1] Website der Silver Apples
  • [2] Interview mit Simeon Coxe
  • [3] Silver Apples Biographie auf Allmusic
  • [4] Tonbeispiele auf Allmusic