SkyLine

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Die SkyLine-Hochbahn und eine Boeing 737 der Lufthansa
Lageplan des Flughafens Frankfurt mit rot eingezeichneter SkyLine
Eingang der SkyLine-Hochbahn mit Bahnsteigtür
Fahrweg und Fahrzeugbegegnung

Die SkyLine ist ein als Hochbahn errichtetes, 1994 in Betrieb genommenes, vollautomatisches Personen-Transport-System vom Typ Adtranz CX-100 am Flughafen Frankfurt am Main, das spurgeführt auf Gummirädern läuft.

Mitunter wird die Hochbahn mit der Skylink-Minimetro verwechselt, einem MiniMetro-System, das dort vollautomatisch den futuristischen Komplex „The Squaire“ mit einem neunstöckigen Parkhaus verbindet.[1]

Streckenverlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bahn verkehrt auf einer Ebene oberhalb der Abflugebene des Terminals 1 und ist zwischen den beiden Terminals aufgeständert.[2] Anders als der Regionalbahnhof für die S-Bahn und andere Eisenbahnzüge war dieser „People-Mover“ beim Bau des Terminals 1 nicht vorgesehen und wurde auch erst mit dem Bau des zweiten Terminals erforderlich.

Die zweispurige Strecke ist 3,8 Kilometer lang,[3] verfügt über sechs Weichen und besitzt vier Stationen (von Westen nach Osten):

  • Terminal 1, Flugsteig A, Z
  • Terminal 1, Flugsteig B (Übergang zum Regionalbahnhof und zum Fernbahnhof)
  • Terminal 1, Flugsteig C (Nur für Fluggäste)
  • Terminal 2, Flugsteige D, E

Östlich der Station Terminal 2 befindet sich ein Depot mit Werkstatt.

Takt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die SkyLine verkehrt in Zeiten hohen Passagieraufkommens alle 90–150 Sekunden, in der Schwachverkehrszeit etwa alle 3–5 Minuten. Die Station Terminal 1, Flugsteig A wird während der nächtlichen Flugbetriebspause nicht bedient. Die Benutzung ist kostenlos.

System[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das System wurde 1994 von Adtranz errichtet und befördert (Stand: 2000) rund zehn Millionen Fahrgäste pro Jahr.[4]

Die SkyLine verkehrt automatisch und fahrerlos, an den Bahnsteigen verhindern Bahnsteigtüren, dass Fahrgäste auf die Fahrspur gelangen und nicht allgemein zugängliche Bereiche betreten. Zum Einsatz kommen 18 Fahrzeuge vom Typ Bombardier CX-100. Sie fahren ähnlich wie Busse mit luftgefüllten gummibereiften Rädern auf einer Betonfahrbahn, in deren Mitte eine Führungseinrichtung und zwei Stromschienen für die Zu- und Ableitung des Fahrstromes montiert sind. Jeder Wagen verfügt pro Seite über zwei zweiflügelige Türen. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 52 km/h. Der Antrieb erfolgt über zwei Gleichstrommotoren. Entgegen einem weitverbreiteten Gerücht handelt es sich jedoch nicht um die (ähnliche) Technik des in Frankreich entwickelten Systems VAL von Siemens Transportation.

Trennung der verschiedenen Bereiche für Fluggäste und Besucher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Züge bestehen aus einem Transit- und einem Inland-Wagen. Der westliche Wagen ist für Besucher, Schengen-Umsteiger, Originärpassagiere und Begleiter vorgesehen. Der östliche Wagen ist dagegen nicht in den Schengenraum eingereisten Transferpassagieren (Umsteiger „Non-Schengen“–„Non-Schengen“) vorbehalten. Die zweispurigen Stationen besitzen jeweils einen Mittel- und zwei Außenbahnsteige. Die beiden Wagen öffnen ihre Türen nach verschiedenen Seiten. Der Bahnsteig auf einer Seite befindet sich im öffentlichen Terminalbereich, der andere im Transitbereich „Non-Schengen“. Da nicht in den Schengenraum eingereiste Personen befördert werden und die Trasse teilweise an nicht allgemein zugängliche Bereiche grenzt, ist die Bahnstrecke teilweise mit Stacheldrahtrollen umfriedet.

Ausbaupläne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Flughafen soll langfristig auch die SkyLine-Trasse wachsen. Am 5. Oktober 2015 fand am Frankfurter Flughafen der Spatenstich für Terminal 3Vorlage:Zukunft/In 5 Jahren auf dem Gelände der ehemaligen US-Air Base im Süden des Flughafens statt. [5] Die bestehende Trasse wurde im Juni 2017 um eine Station (Terminal 1, Flugsteig C) erweitert.[6]

Es ist geplant, eine von der bestehenden Trasse betrieblich unabhängige weitere Trasse zu errichten. Diese soll von einer Station „Fernbahnhof“, welche über dem Regionalbahnhof errichtet werden soll, zunächst zum Terminal 1, Flugsteig C führen, wo eine Umsteigemöglichkeit zwischen beiden Trassen für Transferpassagiere zwischen Terminal 1 und Terminal 3 geschaffen wird. Weiter soll diese zur bestehenden Station Terminal 2 führen, die bereits für eine Erweiterung baulich vorbereitet ist. Östlich des Terminals 2 soll die neue Trasse entlang der A5 ebenerdig nach Süden zum Terminal 3 geführt werden, wo sie schließlich in einem Tunnel verläuft. Der Fahrweg der geplanten Trasse beträgt ca. 5,7 km.[7] Bestandteil genehmigungsrechtlicher Verfahren ist bisher nur der Trassenabschnitt Terminal 2–Terminal 3.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Frankfurt Skyline – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Minimetro beim Frankfurter Flughafen, Internationale Seilbahn-Rundschau
  2. Informationen des ausführenden Ingenieurbüros
  3. Automatisches Peoplemover-System – Flughafen Frankfurt/Main, Deutschland. Bombardier, abgerufen am 3. September 2008.
  4. Meldung Aktuelles in Kürze. In: Eisenbahn-Revue International, Heft 8-9/2000, ISSN 1421-2811, S. 342.
  5. http://www.fr-online.de/flughafen-frankfurt/flughafen-frankfurt-terminal-3-arbeiten-am-terminal-3-beginnen,2641734,32087452.html
  6. Frankfurt Airport: Neue Sky Line-Station C verkürzt Wegzeiten für Transitreisende deutlich. Abgerufen am 21. Juni 2017.
  7. ARGE Verkehr u. a.: Passagier-Transfer-System. In: Ausbau Flughafen Frankfurt Main, Unterlagen zum Planfeststellungsverfahren. Band B, Planteil B2 Erläuterungsbericht Verkehrsanlagen, Frankfurt 10. November 2006, S. 205–224.
  8. Hessisches Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung: Planfeststellungsbeschluss Teil A. Abgerufen: 3. September 2008.

Koordinaten: 50° 3′ 0″ N, 8° 34′ 22″ O