Sophie Lalive de Bellegarde

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Sophie Lalive de Bellegarde

Élisabeth Françoise Sophie de Tardieu d’Esclavelles oder Élisabeth Françoise Sophie Lalive de Bellegarde (* 18. Dezember 1730; † 28. Januar 1813), durch Heirat mit dem General César Louis Marie François Ange d’Houdetot ab 1748 Gräfin von Houdetot (sprich: udetoh), war eine Salonière.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ihre Eltern waren der Fermier général Louis Denis Lalive de Bellegarde und seiner Ehefrau Marie Thérèse Josèphe Prouveur. Der Ehe entstammten neben vier Söhnen zwei Töchter: Marie Charlotte Françoise und Élisabeth Françoise Sophie.

Sie gehörte zu den literarischen Berühmtheiten des 18. Jahrhunderts, teils wegen ihrer langjährigen Verbindung zum Dichter Jean-François de Saint-Lambert, mehr aber noch durch die Beziehung mit Jean-Jacques Rousseau, der ihrer in seinen Bekenntnissen (französisch Confessions) mit Leidenschaft gedenkt und ihrem Einfluss viele poetische Anregungen verdankt.

Um das Jahr 1760 begann ihre Beziehung zu Saint-Lambert, die bis zu dessen Tod 1803 hielt. Sie lebten in ihren letzten gemeinsamen Jahren auf einem Landsitz bei Paris.[1]

Porträt Sophie Lalive de Bellegardes als reifere Frau

Durch Herzensgüte und Geist gleich ausgezeichnet, verfasste sie gelegentlich kleine, feinsinnige Poesien, die heimlich bei ihren Freunden zirkulierten. Sie starb als letzte aus dem Kreis der Enzyklopädisten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gilbert Chinard: Les amitiés américaines de Madame d’Houdetot. D’apres sa correspondance de Madame d’Houdetot. Champion, Paris 1924.
  • Hippolyte Buffenoir: La comtesse d’Houdetot. Sa famille, ses amis. Leclerc, Paris 1905 (Digitalisat).
  • Annette Mohr: Madame d’Epinays Konzeption der Mädchenerziehung im Umfeld von frauenspezifischen Erziehungstraktaten des 18. Jahrhunderts in Frankreich (= SOFIE. Saarländische Schriftenreihe zur Frauenforschung. Band 7). Röhrig, St. Ingbert 1997, ISBN 3-86110-144-0 (zugl. Dissertation, Universität Saarbrücken 1995).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Helmut Holzhey, Vilem Mudroch, Friedrich Ueberweg, Johannes Rohbeck: Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie des 18. Jahrhunderts. Schwabe, Basel 2008, ISBN 978-3-7965-2445-5, S. 294–295.
Meyers Dieser Artikel basiert auf einem gemeinfreien Text aus Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage von 1888 bis 1890.
Bitte entferne diesen Hinweis nur, wenn du den Artikel so weit überarbeitet hast, dass der Text den aktuellen Wissensstand zu diesem Thema widerspiegelt, dies belegt ist und er den heutigen sprachlichen Anforderungen genügt.

Um danach auf den Meyers-Artikel zu verweisen, kannst du {{Meyers Online|Band|Seite}} benutzen.