Sophie Reinhard

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Selbstbildnis von Sophie Reinhard, um 1812

Sophie Reinhard (* 9. Juni 1775 in Kirchberg (Hunsrück); † 17. Dezember 1844 in Karlsruhe) war eine deutsche Malerin.

Sophie Reinhard war eine Schülerin des Karlsruher Galeriedirektors Philipp Jakob Becker und des Münchner Galeriedirektors Johann Christian von Mannlich. Studienreisen führten sie 1808/09 nach Wien und von 1810 bis 1814 nach Italien, mit Aufenthalt in Rom. Vom Großherzog von Baden erhielt sie ab 1813 ein jährliches Künstlergehalt von 800 Gulden und wurde so Großherzoglich Badische Hofmalerin. Sie musste dafür auf Wunsch Zeichenunterricht geben und Arbeiten dem Hofe abliefern.

Ihr Werk umfasst biblische und regionalgeschichtliche Stoffe sowie italienische Genreszenen. Mehrfach Illustrierte sie literarische Stoffe, so die Alemannischen Gedichte von Hebel. In der Karlsruher Kunstausstellung war sie 1823 mit Markgräfin Anna von Baden speist Arme und teilt Arzneien aus, einer Komposition nach dem Gedicht Beruhigung an Frida von Aloys Schreiber, und dem Aquarellbild Tod des Torquato Tasso sowie 1825 mit dem Historienbild Christoph I., Markgraf von Baden, weist die Gesandten Kaiser Maximilians I. ab und einer Heiligen Familie vertreten. Wie diese Beispiele zeigen, war Sophie Reinhard in den 1820er Jahren bekannt und geschätzt. Nach 1829 nahm sie jedoch an den Karlsruher Ausstellungen nicht mehr teil und fiel später der Vergessenheit anheim.

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Sophie Reinhard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien