Sparrige Segge

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Sparrige Segge
Sparrige Segge (Carex muricata)

Sparrige Segge (Carex muricata)

Systematik
Monokotyledonen
Commeliniden
Ordnung: Süßgrasartige (Poales)
Familie: Sauergrasgewächse (Cyperaceae)
Gattung: Seggen (Carex)
Art: Sparrige Segge
Wissenschaftlicher Name
Carex muricata
L.

Die Sparrige Segge (Carex muricata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Seggen (Carex). Sie gehört zu den gleichährigen Seggen und neben der recht häufigen Carex guestphalica, wie auch Carex spicata, Carex pairaei und Carex divulsa zur Sammelart Carex muricata agg. Diese Arten sind im nichtblühenden Zustand nur schwer zu unterscheiden.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittelgroße Sparrige Segge wächst in Horsten und erreicht Wuchshöhen von etwa 30 bis 60 cm. Die Wurzeln weisen einen Terpentingeruch auf. Die Halme sind unten deutlich abgerundet. Sie bildet undeutlich doppelt gefaltete Blätter aus, deren Blattscheiden ohne Fasernetz aufreißen und die Blattnervenstreifen bräunlich gefärbt sind. Das Blatthäutchen ist sehr schmal und flachbogig.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni. Die Sparrige Segge bildet einen 2 bis 3 cm langen ährigen Blütenstand aus. Die Spelzen sind dunkelbraun gefärbt. Die etwa 4 mm großen Schläuche sind am Rand geflügelt.

Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 56 oder 58.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparrige Segge besiedelt vor allem mäßig trockene bis frische lichte Wälder und ist häufig auch an Waldwegen, Waldrändern und Ruderalstandorten wie sandige, schüttige Stellen zu finden. Sie besitzt ihr Hauptvorkommen in nährstoffreichen Stauden- und ausdauernden Unkrautfluren.

Standorte und Verbreitung in Mitteleuropa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Sparrige Segge braucht feuchte Böden, sie stellt ansonsten kaum einschränkende Bedingungen an ihren Untergrund. Sie erträgt mäßige Stickstoffgehalte, aber weder lange Schneebedeckung noch sehr späte Fröste.

Sie besiedelt Gebüschsäume, lichte Waldstellen, Gräben, Streuwiesen und Raine mit austretendem Hangwasser.

In Mitteleuropa kommt sie zerstreut vor, sie steigt kaum über 1200 m auf.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Werner Rothmaler: Exkursionsflora von Deutschland. Gefäßpflanzen: Kritischer Band. ISBN 3-8274-1496-2.
  • E. Foerster: Seggen, Binsen, Simsen und andere Scheingräser des Grünlandes - Ein Schlüssel zum Bestimmen im blütenlosen Zustand. Manuskript, Kleve-Kellen März 1982.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Unsere Gräser. Kosmos-Verlag, 11. Auflage 1998, ISBN 3-440-07613-X.
  • Dietmar Aichele, Heinz-Werner Schwegler: Die Blütenpflanzen Mitteleuropas. Franckh-Kosmos-Verlag, 2. überarbeitete Auflage 1994, 2000, Band 5, ISBN 3-440-08048-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sparrige Segge (Carex muricata) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Bilder:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]