Spinnenfresser

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Spinnenfresser
Ero aphana, Weibchen

Ero aphana, Weibchen

Systematik
Klasse: Spinnentiere (Arachnida)
Ordnung: Webspinnen (Araneae)
Unterordnung: Echte Webspinnen (Araneomorphae)
Teilordnung: Entelegynae
Überfamilie: Mimetoidea
Familie: Spinnenfresser
Wissenschaftlicher Name
Mimetidae
Simon, 1881
Ero aphana bei der Jagd auf eine junge Gartenkreuzspinne (Araneus diadematus)

Die Spinnenfresser (Mimetidae) sind eine Familie der Echten Webspinnen, die sich ausschließlich von anderen Spinnen ernähren und umfassen elf Gattungen mit 148 Arten.[1] (Stand: Dezember 2016)

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Familie hat ihren Verbreitungsschwerpunkt in den Tropen. Lediglich die Gattung Ero ist paläarktisch verbreitet. Vier Ero-Arten, am häufigsten Ero furcata, sind auch in Mitteleuropa anzutreffen.

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Spinnenfresser ähneln kleinen Vertretern der Haubennetzspinnen (Theridiidae) weisen aber eine charakteristische Bestachelung der Vorderbeine auf. An Tibia und Metatarsus sitzen dabei in regelmäßigem Abstand lange gebogene Stacheln, zwischen denen sich jeweils einige kürzere, gleich geformte Stacheln befinden.[2]

Eine Jagdtaktik der Spinnenfresser besteht darin, mit den Beinen an den Netzen anderer Spinnen zu zupfen. Damit imitieren sie im Netz gefangene Beute und locken so die Spinne, der das Netz gehört, hervor, um sie zu fressen.[3]

Systematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der World Spider Catalog listet für die Spinnenfresser elf Gattungen und 148 Arten.[1] (Stand: Dezember 2016)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Spinnenfresser (Mimetidae) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern: World Spider Catalog Version 17.5 – Mimetidae. Abgerufen am 23. Dezember 2016
  2. Heiko Bellmann: Kosmos-Atlas „Spinnentiere Europas“. 2. Auflage. Franckh-Kosmos Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-440-09071-X, S. 58.
  3. Jörg Wunderlich (1982): Spinnenfressende Spinnen. Neue Entomologische Nachrichten 3, S. 14–16.