St. Jakobus (Gielsdorf)

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Pfarrkirche St. Jakobus und Margaretha
St. Jakobus

St. Jakobus

Daten
Ort Alfter-Gielsdorf
Baujahr 1879/80
Koordinaten 50° 43′ 30,6″ N, 7° 1′ 7,9″ OKoordinaten: 50° 43′ 30,6″ N, 7° 1′ 7,9″ O

Die römisch-katholische Pfarrkirche St. Jakobus und Margaretha ist ein Kirchengebäude in Gielsdorf, einem Ortsteil von Alfter, einer Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis (Nordrhein-Westfalen). Sie steht als Baudenkmal unter Denkmalschutz.

Geschichte und Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick in die alte Kapelle

Der im Kern gewölbte, romanische Saalbau mit vorgesetztem Turm war ursprünglich im 12. Jahrhundert die Kapelle einer pfalzgräflichen Burg. Der Wandmalereizyklus von 1492 im dreiseitig geschlossenen Chor ist stark beschädigt. Es werden in zwei Reihen übereinander Szenen aus dem Leben Jesu und Darstellungen aus den Legenden der hl. Margareta und des hl. Jakobus gezeigt. Die Malereien wurden 1983/84 restauriert. Das ehemalige Kirchenschiff ist heute die Vorhalle einer neugotischen, zweischiffigen Backsteinhalle, die 1879/80 von Vincenz Statz errichtet wurde. Der Blockaltar aus dem 12. Jahrhundert wurde nachträglich versetzt.

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Firma Orgelbau Klais aus Bonn wurde im Jahre 1899 mit der Errichtung einer Orgel in St. Jakobus beauftragt. Die Fertigstellung erfolge im Jahre 1900. Sie stellt heute eine der wenigen vollpneumatischen Orgeln der Gegend dar.

I Hauptwerk
Prinzipal 8′
Flauto 8′
Oktave 4′
Gemshorn 2′
2. Manual
Lieblich Gedackt 8′
Dolce 4′
Pedal
Subbass 16′

Glocken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die drei Glocken der Kirche wurden 1955 von der Glockengießerei Mabilon aus Saarburg gegossen. Glocke 1 wurde 1915 gegossen, musste jedoch 40 Jahre später bereits umgegossen werden.[1]

Nr. Name Durchmesser
(mm)
Masse
(kg)
Schlagton
(HT-1/16)
Inschrift
Vorderseite Am Schlagring Rückseite
1 Joseph 1110 820 fis1 –5 FAC NOS INNOCUOS, JOSEPH DECURRERE VITAM!(1) DA PACEM IESV SVPPLICANTIBVS AFLICTIS(2) UMGEGOSSEN A.D. 1955 DURCH MABILON IN SAARBURG FUER DIE KATH. PFARRGEMEINDE GIELSDORF
2 Jakobus 0980 550 gis1 –5 SCTE JAKOBE, PATRONE NOSTER, SERVA VICO GIELSDORF FIDEM CATHOLICAM!(3) CHRISTUS, DEM KÖNIG, SEI EHRE ME FECIT MABILON IN SAARBURG(4)
3 Margaretha 0880 420 ais1 –4 PER INTERCESSIONEM SANCTAE MARGARETHAE LIBERA NOS, DOMINE, A FULGURE ET TEMPESTATE!(5) DEM GEDÄCHTNIS DER VERMISSTEN UND GEFALLENEN DER PFARRGEMEINDE GIELSDORF DER KRIEGE 1914–18 UND 1939–45 ME FECIT MABILON IN SAARBURG(4)
(1) Gib, dass wir unser Leben rechtschaffen vollenden, Joseph!
(2) Gib Frieden, Jesus, den bedrängten Bittstellern.
(3) Hl. Jakobus, unser Schutzpatron, bewahre dem Dorf Gielsdorf den katholischen Glauben!
(4) Mich schuf Mabilon in Saarburg.
(5) Durch die Fürsprache der hl. Margaretha bewahre uns vor Blitz und Unwetter!

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Georg Dehio, Bearbeitet von Claudia Euskirchen, Olaf Gisbertz, Ulrich Schäfer: Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Nordrhein-Westfalen I Rheinland. Deutscher Kunstverlag, 2005 ISBN 3-422-03093-X.
  • Pfarrverein St. Jakobus Gielsdorf (Hrsg.): St. Jakobus in Gielsdorf (23 Seiten) [nicht ausgewertet].
  • Peter Jurgilewitsch, Wolfgang Pütz-Liebenow: Die Geschichte der Orgel in Bonn und im Rhein-Sieg-Kreis, Bouvier Verlag, Bonn 1990, ISBN 3-416-80606-9, S. 227–228.
  • Paul Clemen: Die Kunstdenkmäler der Stadt und des Kreises Bonn. L. Schwann, Düsseldorf 1905, S. 274–276 (=Die Kunstdenkmäler der Rheinprovinz, Band 5, Abt. 3, S. 570–572). (Unveränderter Nachdruck Verlag Schwann, Düsseldorf 1981, ISBN 3-590-32113-X) (Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: St. Jakobus (Gielsdorf) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Hoffs: Glocken im Dekanat Bornheim. S. 16–20, abgerufen am 5. Februar 2016.