Alfter

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Alfter (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Alfter
Alfter
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Alfter hervorgehoben
Koordinaten: 50° 44′ N, 7° 1′ O
Basisdaten
Bundesland: Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk: Köln
Kreis: Rhein-Sieg-Kreis
Höhe: 76 m ü. NHN
Fläche: 34,78 km²
Einwohner: 23.435 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 674 Einwohner je km²
Postleitzahl: 53347
Vorwahlen: 0228 und 02222Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: SU
Gemeindeschlüssel: 05 3 82 004
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Am Rathaus 7
53347 Alfter
Webpräsenz: www.alfter.de
Bürgermeister: Rolf Schumacher (CDU)
Lage der Gemeinde Alfter im Rhein-Sieg-Kreis
Rheinland-Pfalz Bonn Köln Kreis Euskirchen Oberbergischer Kreis Rheinisch-Bergischer Kreis Rhein-Erft-Kreis Alfter Bad Honnef Bornheim (Rheinland) Eitorf Hennef (Sieg) Königswinter Lohmar Meckenheim (Rheinland) Much Neunkirchen-Seelscheid Niederkassel Rheinbach Ruppichteroth Sankt Augustin Siegburg Swisttal Troisdorf Wachtberg WindeckKarte
Über dieses Bild

Alfter ist eine Gemeinde im Rhein-Sieg-Kreis im Süden Nordrhein-Westfalens, am westlichen Stadtrand von Bonn.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Alfter liegt unmittelbar westlich der Bundesstadt Bonn am südlichen Rand des Vorgebirges. Sie grenzt im Norden an die Stadt Bornheim, im Osten an die Stadt Bonn, im Süden an die Städte Meckenheim und Rheinbach und im Westen an die Gemeinde Swisttal.

Alfter umfasst eine Fläche von etwa 35 km², davon 18 km² landwirtschaftliche Nutzfläche und 8 km² Wald.

Die höchste Erhebung liegt nahe dem Dickbaumskreuz () in der Ortschaft Witterschlick mit 174,5 m ü. NHN, der niedrigste Punkt liegt in der Gemarkung Am neuen Weiher () mit 52,5 m ü. NHN.[2] Durch Alfter fließen der Alfterer Bornheimer Bach und der Hardtbach mit zahlreichen Zuflüssen.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus der Gemeinde Alfter

Die Gemeinde besteht aus den fünf heutigen Ortsteilen

Alfter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortschaft Alfter wird erstmals 1067 urkundlich erwähnt. Sie führte damals den Namen Alvetra. Später hieß der Ort Halechtre (1116), Alftera (1196) bzw. Alffter (1618). Bis 1969 war Alfter eine selbständige Gemeinde mit den Ortsteilen Birrekoven und Olsdorf. Zu Alfter gehörte der untergegangene Ort Pelz, der nur noch im Straßennamen „Pelzstraße“ fortbesteht. Zeitweise gehörte auch Roisdorf zur Herrlichkeit Alfter. Seit 1969 ist Alfter Ortsteil der Gemeinde Alfter. Mit 8875 Einwohnern[3] ist er der größte Ortsteil der Gemeinde.

Hangmotte

Eine „Hangmotte“ genannte Erdwallanlage, eine ehemalige Fliehburg (vermutlich ein Refugium für die Insassen des Alfterer Schlosses) befindet sich zwischen der Straße Görreshof im Süden und dem Buchholzweg im Norden (südlich von Herrenhaus Buchholz).

Die Burg Alfter stammte (spätestens) aus dem 12. Jahrhundert (erstmals erwähnt 1117, Herren de Halechtre). Ab 1188 war mit dem Anwesen das kurkölnische Erbmarschallamt verbunden.[4] Im 15. Jahrhundert kam sie in den Besitz der Familie Salm-Reifferscheidt-Dyck. Nachdem die Burg 1468 durch Brand zerstört wurde, erhielt das Schloss Alfter im 18. Jahrhundert seine heutige Gestalt. In nächster Nähe zum Schloss steht die katholische Kirche Sankt Matthäus sowie ein Gebäude, das nach der Grundschule seit 1992 die öffentliche Bücherei St. Matthäus beherbergt, und ein Fachwerkhaus, dessen Geschichte bis in das 17. Jahrhundert zurückgeht.

Der jüdische Friedhof (Beth Olam – Haus der Ewigkeit) an der Grenze zu Bornheim wurde laut Gedenkstein erstmals 1719 urkundlich erwähnt. Die jüdische Gemeinde in Alfter (sie bestand seit mindestens Anfang des 17. Jahrhunderts) ist durch das Naziregime ausgelöscht worden. Alfter hat 1949 die Pflege des Friedhofs übernommen. Er steht seit 1987 unter Denkmalschutz.

Inzwischen mit Alfter zusammengewachsen sind die kleineren Ortschaften Birrekoven und Olsdorf, die beide nie selbständig waren. Birrekoven liegt im Südwesten Alfters nahe Gielsdorf. Zwischen diesem und Birrekoven liegen der Mirbach und einige Felder. Birrekoven hat eine eigene kleine Kapelle. Zu Olsdorf gehört der oberhalb auf der Olsdorfer Heide gelegene Johannishof. Der Johannishof war ein großer Bauernhof, der von Halfen bewirtschaftet wurde. Heute ist er Sitz der Alanus-Hochschule. Olsdorf wurde in früherer Zeit auch Alsdorf geschrieben.

Offengelegtes Flechtwerk
Fachwerkhaus am Hertersplatz

Gielsdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der am Vorgebirgshang gelegene Ort mit 1979 Einwohnern[3] war ursprünglich von der Landwirtschaft geprägt, bis Anfang des 20. Jahrhunderts auch vom Weinbau. In der Ebene an der Grenze zu Bonn findet man noch heute Gemüseanbaubetriebe. Der in der Vergangenheit für das Vorgebirge charakteristische Obstbau ist nahezu ganz untergegangen. Insbesondere die ehemaligen Weinberghanglagen Gielsdorfs wurden in großem Umfang bebaut.

Im Ortskern finden sich neben der katholischen Pfarrkirche St. Jakobus einige schöne Fachwerkhöfe. Hierzu zählt unter anderem der ehemalige Hof des Kurfürsten, auf dem dessen Statthalter lebte. An der Stelle des Statthalterhofes befand sich früher die Burg Gielsdorf, ein kölnisches Lehen der Grafen von Sayn. Unterhalb der Kirche liegt der Zehnthof als ursprüngliche Besitzung des Bonner Stiftes St. Cassius. Dieser ist seit Jahrhunderten im Adelsbesitz unter anderem der Familien von Groote, von Siersdorf und von Geyr.

In Gielsdorf sind ein Musikverein, ein Junggesellenverein, eine Löschgruppe der Freiwilligen Feuerwehr, die Gielsdorfer Möhnen und der Trägerverein „Dorfgemeinschaftshaus Gielsdorf“ beheimatet.

Oedekoven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oedekoven, Fachwerkhaus in der Staffelsgasse
Hauptartikel: Oedekoven

Die bis 1969 selbständige Gemeinde Oedekoven ist mit 5730 Einwohnern[3] der drittgrößte Ortsteil der Gemeinde Alfter. Der ursprünglich landwirtschaftlich geprägte Ort ist in erster Linie Wohnort in unmittelbarer Nähe zur Stadt Bonn.

Impekoven[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Impekoven ist ein Ortsteil der Gemeinde Alfter mit 2327 Einwohnern[3]. Bis zur kommunalen Neugliederung im Jahre 1969 war Impekoven eine eigenständige Gemeinde. Letzter Bürgermeister von Impekoven war Karl Schumann. Impekoven ist Standort der katholischen Kirche St. Mariä Heimsuchung und der Freiwilligen Feuerwehr. Seit 2000 ist Impekoven durch zahlreiche Neubaugebiete gewachsen.

Zu Impekoven gehören die Ortsteile Ramelshoven und Nettekoven. Ramelshoven entstand aus dem Weiler der Burg Ramelshoven; im unteren Teil von Impekoven ist das Gewerbegebiet beheimatet, das die Firma Robens (Treibstofflieferant), die Firma Kalnik (Wurstherstellung) und mehrere Grafik- und Werbefirmen beheimatet.

Nach 36 Jahren Auszeit zieht seit dem Jahr 2009 wieder ein Karnevalszug durch Impekoven. Der eigens dafür gegründete Karnevalsausschuss Impekoven 2009 organisiert den Karnevalsumzug mit anschließender After-Zoch-Party am Samstag vor dem eigentlichen Karnevalswochenende.[5]

Witterschlick[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Witterschlick

Der Ortsteil Witterschlick liegt im südlichen Teil der Gemeinde und ist mit 6053 Einwohnern[3] der zweitgrößte Ortsteil. Witterschlick wurde bereits in der Vergangenheit nach der Entdeckung von Tonvorkommen in der Umgebung industrialisiert.

Volmershoven-Heidgen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Hauptartikel: Volmershoven-Heidgen

Volmershoven-Heidgen ist der südlichste Ortsteil der Gemeinde Alfter. Dieser Ort wird verwaltungstechnisch zum Ortsteil Witterschlick gezählt. Volmershoven-Heidgen hat aber immer sein eigenes Vereins- und Kulturleben behalten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FO. Alfter, Elbgermanisches Gefäß (r. o.) aus der Zeit um 10 n. Chr.

Funde belegen, dass die Gegend um Alfter seit der Jungsteinzeit besiedelt ist. Ebenso war das Gebiet in fränkischer und römischer Zeit besiedelt. Seit der Römerzeit waren die Orte des Vorgebirgshanges ein wichtiges Weinanbaugebiet. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts wurde vornehmlich Spätburgunder angebaut. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Alfter stammt aus dem Jahr 1067, die von Impekoven aus 1171[6] und die von Gielsdorf aus den Jahren 801 bis 814.[7]

Landesherrlich war das heutige Gebiet der Gemeinde Alfter Teil des Kurfürstentums Köln. Der Ort Alfter gehörte zur Herrlichkeit Alfter (mit Birrekoven, Olsdorf und Roisdorf), die im Besitz der Grafen von Salm-Reifferscheid war,[8] Gielsdorf gehörte zum Dingstuhl Gielsdorf, Oedekoven zum Dingstuhl Duisdorf, Witterschlick zum Dingstuhl Godesberg. Nach der Inbesitznahme des linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) und der Einführung neuer Verwaltungsstrukturen (1798) wurden die Ortschaften der „Mairie Oedekoven“ zugeordnet, die zum Kanton „Bonn externe“ im Rhein-Mosel-Département gehörte. Roisdorf kam zur „Mairie Waldorf“. Unmittelbar an der nördlichen Grenze von Alfter verlief damals die Grenze zum Rur-Département. Nach den auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen kam die Region zum Königreich Preußen, die Mairie wurde in die Bürgermeisterei Oedekoven im Landkreis Bonn überführt, zu der auch die Bonner Ortsteile Buschdorf und Lessenich/Meßdorf gehörten.

Die Bürgermeisterei Oedekoven (ab 1927 „Amt Oedekoven“) ging 1937 im Amt Duisdorf auf. Die Gemeinde Alfter entstand am 1. August 1969 im Zuge der kommunalen Gebietsreform aus den ehemals selbständigen Gemeinden Alfter, Gielsdorf, Impekoven, Oedekoven und Witterschlick.[9] 1973/74 erhielt die neugebildete Gemeinde Alfter ein neues Rathaus, das nach Entwürfen der Planungsgruppe Stieldorf an einem leichten Osthang als dreiflügelige, verglaste Bauanlage in Stahlbetonskelettbau­weise entstand. Zum Zeitpunkt der Errichtung befand es sich auf unbebautem Gelände östlich von Oedekoven.[10][11]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner1
1998 20.326
1999 20.623
2000 20.907
2001 21.350
2002 21.567
2003 21.684
2004 22.125
Jahr Einwohner
2005 22.569
2007 22.868
2008 22.807
2009 22.895
2010 22.820
2011 22.988
2015 23.435
1 Erhebung jeweils zum 31. Dezember

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis in das 19. Jahrhundert war die Bevölkerung fast ausschließlich römisch-katholisch. Lediglich im Ort Alfter gab es eine kleine jüdische Gemeinde. Ursprünglich gab es nur die katholischen Pfarreien Alfter und Witterschlick. Im 20. Jahrhundert wurden auch Gielsdorf (1920) und Oedekoven selbständige Pfarreien. Gielsdorf und Oedekoven hatten zuvor der Pfarrei Lessenich angehört. Inzwischen bilden die Pfarreien Alfter, Witterschlick, Gielsdorf, Oedekoven mit Impekoven und Volmershoven-Heidgen die Pfarreiengemeinschaft Alfter. Seit 2007 besteht die Evangelische Kirchengemeinde am Kottenforst mit der Jesus-Christus-Kirche, die bereits 1962 erbaut wurde. Alfter ist der 3. Pfarrbezirk der Evangelischen Kirchengemeinde Vorgebirge[12], zu der auch Bornheim und Hemmerich gehören. Die Kirchen in den Orten sind charakteristisch und stellen Sehenswürdigkeiten dar. Außerdem gibt es in Witterschlick eine muslimische Gemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sitzverteilung im Gemeinderat
      
Von 40 Sitzen entfallen auf:
Ratswahl 2014
Wahlbeteiligung: 57,7 %
 %
50
40
30
20
10
0
40,67
19,8
18,33
6,68
9,97
4,56
n. k.
Sonst.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+5,67
+1,96
+3,32
-5,51
+1,02
-4,29
-2,16
Sonst.
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Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat ist die kommunale Volksvertretung der Gemeinde Alfter. Über die Zusammensetzung entscheiden die Bürger alle fünf Jahre. Die letzte Wahl fand am 25. Mai 2014 statt.[13]

Bürgermeister und Ortsvorsteher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 wurde Rolf Schumacher als hauptamtlicher Bürgermeister gewählt und 2014 im Amt bestätigt. Erste stellvertretende Bürgermeisterin ist Luise Wiechert (CDU), zweiter stellvertretender Bürgermeister ist Bruno Schmidt (SPD).[14]

Folgende Ortsvorsteher wurden in der Sitzung des Rates am 17. Juni 2014 gewählt:[14]

Ortsteil Ortsvorsteher
Alfter Werner Jaroch (CDU)
Gielsdorf Albert Schäfer (CDU)
Impekoven Klaus Tschiersch (CDU)
Oedekoven Brigitte Schächter (CDU)
Witterschlick 00 Sigrit Pippon (CDU)

Liste der Bürgermeister und Gemeindedirektoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister:

  • Heinrich Arenz (CDU), 1969–1989
  • Bärbel Steinkemper (CDU), 1989–1997 ehrenamtlich, 1997–2009 hauptamtlich
  • Rolf Schumacher (CDU), seit 21. Oktober 2009.

Gemeindedirektoren:

  • Johannes Janssen (CDU), 1969–1970 Beauftragter für die Aufgaben des Gemeindedirektors, 1970–1976 Gemeindedirektor
  • Norbert Linnenborn (CDU), 1976–1989
  • Bodo Kerstin (FDP), 1989–1997.

Nach dem Ausscheiden Kerstins aus dem Amt wurde das Amt des Gemeindedirektors in Alfter abgeschafft. An die Stelle trat die hauptamtliche Bürgermeisterin.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Alfter
Wappenbeschreibung:

„Unter goldenem Schildthaupt, darin fünf rote Rauten fünfmal von Rot nach Gold geteilt und überdeckt von einem golden bekrönten, doppelschwänzigen, silbernen Löwen mit goldener Krone.“

Wappenbegründung:

Übernahme des Wappens der früher ansässigen Herren von Alfter, die Rauten deuten auf den eingemeindeten Ortsteil Witterschlick, die Balken weisen auf die Ortsteile hin.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfter unterhält Partnerschaften mit dem französischen Châteauneuf-sur-Charente im Département Charente und dem brandenburgischen Beelitz.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke und Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gebiet der Gemeinde Alfter sind 121 (Stand: April 2015) bauliche Anlagen oder Teile baulicher Anlagen als Baudenkmal nach dem Denkmalschutzgesetz Nordrhein-Westfalens ausgewiesen. Sie sind in der Denkmalliste der Gemeinde Alfter eingetragen.

Bodendenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Bodendenkmälern in Alfter gehören die „Alte Burg“ und die „Abschnittsbefestigung Witterschlick“.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grünflächen und Naherholung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Gebiet der Gemeinde liegen die Naturschutzgebiete Dürrenbruch, Kottenforst, Waldville und Tongrube Witterschlick.[16]

Der Naherholung dienen der Naturpark Rheinland, der teilweise auf Alfterer Gebiet liegt, mit der Ville und dem Vorgebirge. Größere, offene Wasserflächen gibt es in Alfter nicht, dafür ortsnahe/innerörtliche Parks (Jakob-Wahlen-Park[17], Broich-Park[18]) mit kleinen Wasserflächen, gespeist durch den Alfterer Bornheimer Bach bzw. seine Zuflüsse.

Alfter gehört zu den Gemeinden, die im Grünen C zusammengeschlossen sind. Mit dem Wegenetz, den Stationen und anderen Elementen des Grünen C wurde versucht, weitere Elemente der Naherholung zu schaffen.

Darüber hinaus gibt es folgende Erlebniswege

  • Kunst- und Kulturlandschaftspfad Streuobst[19]
  • Kultur-Erlebnisweg Alfter[20]
  • Kulturerlebnisweg Witterschlick[21]

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Badminton[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Badminton Club Witterschlick e. V. (BCW)[22] ist ein Badmintonverein mit etwa 80 Mitgliedern. Er wurde 1979 gegründet und gehört dem Badminton Landesverband NRW e. V. an. Bis 1981 hatte der BCW seine Spielstätte in der Mehrzwecksporthalle Volmershoven. Folgend wurden das Training und die Wettkämpfe in die damals neu gebaute Dreifachturnhalle nach Oedekoven verlegt, wo der Verein bis heute mit seinen Mitgliedern trainiert. In der Vergangenheit wurden Mannschaften für die Bezirksliga und Bezirksklasse sowie Kreisliga und Kreisklasse aufgestellt. Aktuell ist der BCW mit seinen Senioren in der Kreisklasse und mit seiner Jugend in der Bezirksliga vertreten.

Fußball[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einer der Fußballvereine der Gemeinde, der VfL Alfter, spielt in der Mittelrheinliga, der höchsten Liga des Fußballverbandes Mittelrhein und der fünfthöchsten Spielklasse in Deutschland. Die zweite Mannschaft des VfL Alfter spielt in der Kreisliga B, der zweithöchsten Spielklasse im Fußballkreis Bonn. Der Sportplatz der Ortschaft Alfter, das sogenannte Waldstadion, befindet sich wie die Alanus-Hochschule auf dem Vorgebirgsberg am Strangheidgesweg. Auf dem ehemaligen Tennenplatz wurde im Sommer 2008 ein Kunstrasen verlegt.

Weitere Fußballmannschaften gibt es in Oedekoven (Blau-Weiß Oedekoven (Kreisliga B), Impekoven (SV Germania Impekoven (Kreisliga C)), Witterschlick (TB 1906 Witterschlick (Kreisliga B)) und in Volmershoven-Heidgen (SC Volmershoven-Heidgen (Kreisliga A)). Alle Vereine spielen auf Kunstrasenplätzen.

Tennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Tennisclub Alfter (TC Alfter e. V.) nimmt an den Mannschaftsmeisterschaften des Tennisverbandes Mittelrhein teil.

Tischtennis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der TTC Blau-Weiß Alfter e. V. ist einer der ältesten Tischtennisclubs des Westdeutschen TT-Verbandes. Er entstand 1946 aus Mitgliedern des Schützenvereins, deren junge Mitglieder aufgrund des Nachkriegs-Schießverbotes ein neues Betätigungsfeld suchten. Seitdem nimmt der TTC Alfter am Spielbetrieb des Westdeutschen Tischtennisverbandes mit Damen-, Herren-, Jugend- und Schülermannschaften teil.

Weitere Tischtennisclubs gibt es in Oedekoven und Witterschlick.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sportverein Alfterer Sport-Club (ASC) verfügt über Volleyball-, Leichtathletik-, Radsport-, Breitensport und Walkingabteilungen.[23]

Seit Ende 2015 bietet der TB 1906 Witterschlick neben Fußball und Breitensport auch American Football an. Traniert und gespielt wird im „Stadion im Tonrevier“. Die Mannschaft spielt als „Fighting Miners“ in der Landesliga NRW Gruppe Süd des AFCV NRW.[24]

Zudem gibt es seit 1970 noch den Alfterer Judo Club (AJC).

Kulinarische Spezialitäten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfter liegt in einem klimatisch und geologisch begünstigten Gebiet, so dass viele Sorten Salat, Kräuter und Gemüse wie auch Erdbeeren und Rhabarber gut gedeihen. Insbesondere der Alfterer Spargel war schon frühzeitig überregional bekannt und gefragt[25]. Spargel in allen denkbaren Varianten ist deshalb in der Saison Bestandteil der Speisekarten der örtlichen Restaurants. Zu den Alfterer Spezialitäten zählt auch der Rebellenblut genannte Brombeerwein.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alfter verfügt mit einer durchschnittlichen Kaufkraft von 23.900 Euro (KKZ 109,3) über die siebthöchste Kaufkraft im Rhein-Sieg-Kreis (Stand 2015).[26]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An der Voreifelbahn (BonnEuskirchen), auf der die S-Bahnlinie 23 verkehrt, befinden sich mit Witterschlick und Impekoven zwei Haltepunkte im Gebiet der Gemeinde Alfter. Im Hauptort liegt der Haltepunkt Alfter/Alanus Hochschule der Vorgebirgsbahn, wo die Linien 18 und 68 des Stadtbahnnetzes Rhein-Sieg verkehren. Weiterhin verkehren in Alfter Linienbusse der Regionalverkehr Köln und SWB Bus und Bahn. Alfter gehört zum Tarifgebiet des Verkehrsverbundes Rhein-Sieg (VRS).

Linie Verlauf Takt
S 23 Bonn Hbf – Bonn-Endenich Nord – Bonn Helmholtzstraße – Bonn-Duisdorf – Alfter-Impekoven – Alfter-Witterschlick – Kottenforst – Meckenheim Industriepark – Meckenheim – Rheinbach Römerkanal – Rheinbach (– Odendorf – Kuchenheim – Euskirchen)
Durchbindung einiger Züge als RB 23 bis Bad Münstereifel
15(/30/60) min
18 Bonn Hbf – Dransdorf – Alfter – Bornheim – Brühl – Hürth – Klettenberg – Barbarossaplatz – Neumarkt – Dom/Hbf (S) – Ebertplatz – Zoo/Flora – Mülheim Wiener Platz – Bf Mülheim (S) – Buchheim – Holweide – Dellbrück – Köln-Thielenbruch 20-Minuten-Takt, ab Brühl 5-Minuten-Takt
68 Ramersdorf – Heussallee/Museumsmeile – Bonn Hbf (S) – Dransdorf – Alfter – Bornheim (– Brühl – Hürth – Köln, Dom/Hbf (S) – Köln-Thielenbruch)

An das Fernstraßennetz ist die Gemeinde Alfter über die Bundesautobahnen 565 und 555 sowie die Bundesstraße 56 angebunden. Durch Alfter verlaufen die Landesstraße 113 sowie die Kreisstraßen 5, 12 und 12n.

In Alfter waren am 1. Januar 2012 14.448 Kraftfahrzeuge zugelassen, davon 12.272 Pkw. [27]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Witterschlick befindet sich die Hauptverwaltung der Deutschen Steinzeug Cremer & Breuer AG, dem größten deutschen Hersteller von Fliesen.

Im Ortsteil Oedekoven befindet sich der Hauptsitz des 1931 in Alfter, Holzgasse, gegründeten Baustoff-Großhandelsbetriebes „Baustoff Fassbender Tenten“, dem inzwischen größten Baustoffhändler in der Region Bonn.

Im Ortsteil Alfter hat die „Brombeerweinkellerei Rebellenblut“ ihren Firmensitz.

Im Übrigen ist Alfter landwirtschaftlich geprägt. Rund die Hälfte des Gemeindegebietes ist landwirtschaftliche Nutzfläche.[28]:5 Eine Vielzahl landwirtschaftlicher Kleinbetriebe erzeugt neben Salat, Gemüse (vgl. oben) und Kräutern auch Schnittblumen.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Ortsteile verfügen über öffentliche Büchereien:[28]:21

  • Öffentliche Bücherei St. Matthäus Alfter[29] – als „Stadtbücherei in kirchlicher Trägerschaft“ und Mitglied der Onleihe Rhein-Sieg
  • Katholische öffentliche Bücherei Sankt Jakobus Gielsdorf
  • Katholische Öffentlichen Bücherei St. Mariä Himmelfahrt Oedekoven
  • Katholische Öffentlichen Bücherei St. Lambertus Witterschlick
  • Katholische öffentliche Bücherei St. Maria Hilf Volmershoven-Heidgen

Am Herrenwingert steht ein öffentlicher Bücherschrank.

In Alfter hat sich ein FreilichtWanderTheater etabliert.

Exponate und Veranstaltungen zur Ortsgeschichte gibt es im Alfterer Haus der Geschichte, das sich selbst als „Regionalmuseum“ bezeichnet.[31]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tageseinrichtungen für Kinder[28]:20

  • KITA an der Anna Schule
  • Kindertagesstätte Rasselbande
  • Katholische Kindertageseinrichtung St. Matthäus Alfter
  • Elterninitiative Hüppekästchen e. V., Kindertagesstätte
  • Evangelische Matthias-Claudius-Kindertagesstätte
  • Waldorfkindergarten Sonnenblume
  • Katholische Tageseinrichtung für Kinder St. Jakobus
  • Katholische Tageseinrichtung für Kinder St. Mariä Himmelfahrt
  • Elterninitiative Fröbel-Kindergarten Alfter e. V.
  • AWo Kindertagesstätte Sonnenblume
  • Elterninitiative AWO Kindergarten Sterntaler
  • Katholische Tageseinrichtung für Kinder St. Mariä Heimsuchung
  • Katholische Tageseinrichtung für Kinder St. Lambertus
  • Evangelischer Kindergarten Witterschlick
  • AWO Kindergarten Buntstift
  • Bilinguale Kindertagesstätte Treegenium´s Tiny Tots
  • Elterninitiative Waldorfkindergarten
  • Kindertagesstätte Purzelbaum

Schulen

  • Anna-Grundschule Alfter
  • Freie christliche Grundschule Bonn/Rhein-Sieg-Kreis
  • Gemeinschaftsgrundschule Oedekoven
  • Gemeinschaftsgrundschule Witterschlick
  • Hauptschule Oedekoven
  • Vorgebirgsschule, Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises mit dem Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung, Alfter
  • Schule an der Wicke, Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises mit dem Förderschwerpunkt Sprache, Gielsdorf
  • Waldschule, Förderschule des Rhein-Sieg-Kreises mit dem Förderschwerpunkt Emotionale und soziale Entwicklung, Witterschlick

Weiterbildungseinrichtungen[28]:21

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erich Linden (1898–?), Bildhauer und Maler in Aachen
  • Wilhelm Maucher (1903–1993), Friedenskämpfer und Brombeerweinproduzent
  • Wilhelm Weber (1906–1990), Politiker (SPD), Landtagsabgeordneter
  • Johann Gimnich (1925–1998), Bürgermeister der selbständigen Gemeinde Alfter von 1960–1969
  • Sandra Roth (* 1977), Autorin

Persönlichkeiten, die in Alfter gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johanna Elberskirchen (1864–1943), lebte von 1905 bis 1909 in Alfter und schrieb dort Bücher zur Gesundheit von Kindern.
  • Rudolf Thaut (1915–1982), baptistischer Theologe, Rektor des Theologischen Seminars Hamburg, Präsident der Europäisch-Baptistischen Föderation und Vizepräsident des Baptistischen Weltbundes.
  • Herbert Zimmermann (1917–1966), Rundfunkreporter (WM-Finale Bern 1954), beerdigt auf dem Friedhof Witterschlick.
  • Heinrich Arenz (1923–2004), erster Bürgermeister der Gemeinde Alfter nach der kommunalen Neuordnung 1969; 1990 Ehrenbürgermeister der Gemeinde Alfter.
  • Klaus Hildebrand (* 1941), deutscher Historiker, lebt in Alfter.
  • Alfred Vianden (* 1944), Präsident des Fußball-Verbandes Mittelrhein[32], lebt in Alfter-Gielsdorf.
  • Roger Willemsen (1955–2016), aufgewachsen in Oedekoven.
  • Ansgar Rieks (* 1959), Generalmajor der Luftwaffe, lebt in Alfter.
  • Andreas Pinkwart (* 1960), von 2005 bis 2010 Minister für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie und stellvertretender Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, lebt in Alfter.
  • Marcelo da Veiga (* 1960), brasilianischer Germanist, Rektor der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft.
  • Sabine Trinkaus (* 1969), Autorin, lebt und arbeitet als Bibliothekarin in Alfter.
  • Sebastian Bachmann (* 1986), deutscher Florettfechter, lebt in Alfter.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Engelbert G. Kalkum (Hrsg.): Beiträge zur Geschichte von Alfter (= Ortsgeschichten der in der Großgemeinde Alfter vereinigten Ortschaften. 1). Alfter 1969.
  • Robert Thomas: Geschichte des Ortes und der Bürgermeisterei Oedekoven (= Ortsgeschichten der in der Großgemeinde Alfter vereinigten Ortschaften. 2). Oedekoven 1979.
  • Hans Ulrich Becker: Witterschlick und Impekoven. Eine ortsgeschichtliche Dokumentation (= Ortsgeschichten der in der Großgemeinde Alfter vereinigten Ortschaften. 3). Bonn 1986, ISBN 3-923817-10-X.
  • Christoph Waldecker: Das Archiv der Gemeinde Alfter. Ein Fallbeispiel für eine Neukonzeption. Saarbrücken 2008, ISBN 978-3-8364-8198-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alfter – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliche Bevölkerungszahlen auf Basis des Zensus vom 9. Mai 2011. Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), abgerufen am 18. Juli 2016. (Hilfe dazu)
  2. GeoServer NRW, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW
  3. a b c d e Gemeindestruktur. Gemeinde Alfter, 14. Dezember 2015, abgerufen am 7. Februar 2016.
  4. Eintrag zu Schloss Alfter bei „Alle Burgen“ (Ein Verzeichnis der festen Häuser)
  5. Karneval in Impekoven. Karneval-Impekoven e. V. 2009, abgerufen am 21. Januar 2014.
  6. Stefan Knopp: Die „Geburtsurkunde“ Impekovens. In: General-Anzeiger, Bonn. 11. September 2010, abgerufen am 21. Januar 2014.
  7. Robert Thomas: Gielsdorf Geschichte eines Vorgebirgsortes. 1978, S. 19.
  8. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn 1898, S. 58 ff.
  9. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, DNB 107824388, S. 82.
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